Modernisierung des Fernradwegenetzes im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Los 8.2 Brücke Buschmühle
Modernisierung des Fernradwegenetzes im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Los 8.2 Brücke Buschmühle
Der Landkreis OSL verfügt über ein weit verzweigtes Radwegenetz, das zu großen Teilen vor über 15 Jahren ausgebaut wurde und auf dessen Trassen zwischenzeitlich touristische Fernradtouren ausgewiesen wurden. Im Tourenverlauf befinden sich verschiedene insgesamt ca. 27 km lange Wegeabschnitte (zumeist in Asphaltbauweise) im gesamten Kreisgebiet, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen und bauliche Maßnahmen erfordern. Diese wurden im Rahmen verschiedener Bauprojekte durch die Kommunen selbst, durch den Landkreis im Zuge des Radwegeprogrammes 1998-2002 oder durch die LMBV GmbH als bergbauliche Aufwertungsmaßnahme gebaut. Es handelt sich zumeist um Asphaltwege mit einer geplanten Ausbaubreite von 3,00 m (in Ausnahmefällen auch breiter), die durch Kantenabbrüche, Wurzelschäden, Oberflächenschäden usw. nicht mehr komfortabel durch Radfahrer zu benutzen sind. Die Abschnitte weisen verschiedene Längen bis max. 4.000 m auf und sind über den gesamten Landkreis verteilt. Von den Kommunen wurden zudem Streckenabschnitte angezeigt, für die ein- oder doppelseitiger Wurzelschutz als notwendig angesehen wird. Inwieweit diese Wurzelschutzmaßnahmen nach fachlicher Prüfung an den Stellen ohne weitere Baumaßnahmen sinnvoll sind und welche Maßnahmen zum Einsatz kommen, wurde im Rahmen der Vor- und Entwurfsplanung untersucht. Ziel ist es, die Strecken des Fernradwegenetzes so zu modernisieren und aufzuwerten, dass sie den aktuellen Anforderungen für einen qualitativ hochwertigen Radtourismus nachhaltig entsprechen. Eine reine Instandsetzung ist nicht vorgesehen. Neben den technischen Vorschriften aus dem Verkehrswegebau, die insbesondere bei Strecken mit Mehrfachnutzung anzuwenden sind, wurden bei der Planung und Umsetzung auch die Hinweise und Vorschläge von Radfahrverbänden, Touristikanbietern und Nutzern beachtet. Die Nachhaltigkeit bezieht sich hier vor allem darauf, dass der Unterhaltungs- und Pflegeaufwand für die Wege möglichst gering ist, um den touristischen Standard für die Gäste langfristig und ständig sichern zu können. Die Wege sind in der Baulast der einzelnen Kommunen, auf deren Territorien sie sich befinden, hier ist die Stadt Vetschau Baulastträger. Der Landkreis OSL wird als Dienstleister für alle Baulastträger tätig und Auftraggeber für die Planungs- und Bauleistungen, er beantragt dafür Fördermittel und rechnet diese zusammen ab. Die Kooperationspartner wurden bei der Planung und Bauausführung beteiligt. Die Kostenaufstellung wurde so gestaltet, dass die geplanten Kosten auf die Kooperationspartner verteilt werden können.