Landkreis Gifhorn - Lieferung von Wärme für den Landkreis Gifhorn und die Samtgemeinde Meinersen - Markterkundung
Landkreis Gifhorn - Lieferung von Wärme für den Landkreis Gifhorn und die Samtgemeinde Meinersen - Markterkundung
Kernanforderungen und Leitfragen Im Rahmen der Markterkundung sollen mögliche Konzepte und Angebote für eine langfristig gesicherte, wirtschaftliche, bedarfsgerechte und zeitnah umsetzbare Wärmeversorgung der in der Samtgemeinde Meinersen gelegenen Liegenschaften ermittelt werden. Die Markterkundung ist dabei technologieoffen. Es wird ausdrücklich keine bestimmte Art der Wärmeerzeugung oder ein bestimmter Energieträger vorgegeben. Gesucht werden grundsätzlich geeignete Versorgungskonzepte, die eine möglichst zuverlässige, bedarfsgerechte und ganzjährige Versorgung der Liegenschaften mit Wärme für Raumheizung und Warmwasser sowie eine Beheizung des Waldbades ermöglichen. Die Versorgung soll grundsätzlich ganzjährig und entsprechend dem tatsächlichen Wärmebedarf der angeschlossenen Liegenschaften erfolgen. Möglichkeiten zur bedarfsgerechten Anpassung bzw. Erweiterung der Wärmeversorgung sollen berücksichtigt werden. Von besonderer Bedeutung ist eine hohe Versorgungssicherheit. Die Anbieter werden daher gebeten darzustellen, wie die Versorgung bei Ausfall oder Einschränkung der vorgesehenen Wärmeerzeugung sichergestellt werden kann. Hierbei können beispielsweise Redundanzanlagen, Reservekapazitäten, Speicher oder sonstige geeignete technische Maßnahmen vorgesehen werden. Die Art der technischen Ausgestaltung wird im Rahmen der Markterkundung nicht vorgegeben. Die Auftraggeber sind den Klimazielen des Landes Niedersachsen verpflichtet, daher ist die Wärmelieferung grundsätzlich THG-neutral auszugestalten. Zur Betriebssicherheit ist eine Redundanz bei Ausfall oder Einschränkung der vorgesehenen Wärmeversorgung erforderlich, die ausnahmsweise auch mit fossilen Brennstoffen betrieben werden darf. Eine Wärmeversorgung mit fossilen Brennstoffen ist ausschließlich für einen kurzfristigen Ausfall oder unvorhergesehene Einschränkung der Wärmeversorgung zugelassen, nicht jedoch für den Dauerbetrieb. Die vorstehenden Anforderungen dienen ausschließlich dazu, den bestehenden bzw. künftig zu erwartenden Wärmeversorgungsbedarf und die hierfür möglichen Versorgungskonzepte näher zu beschreiben. Sie stellen keine abschließende technische oder vertragliche Vorgabe für ein späteres Vergabeverfahren dar. Auf den Liegenschaften der Auftraggeber sind die Wärmeversorgungsleitungen bereits vorhanden. Bis zu den vorhandenen Technikzentralen der jeweiligen Abnehmer hat der Anbieter die Wärmeleitung in eigener Zuständigkeit herzustellen und ggf. zu ergänzen. Eine Errichtung von Wärmeerzeugungsanlagen mit höherem Platzbedarf auf den Liegenschaften der Auftraggeber erscheint aus Platzgründen nicht möglich. Soweit für die jeweilige Versorgungslösung Wärmeleitungen, Anschlussleitungen, Übergabestationen, Wärmeerzeugungsanlagen oder sonstige technische Infrastruktur neu errichtet, angepasst oder genutzt werden müssen, soll das jeweilige Versorgungskonzept die hierfür erforderlichen Maßnahmen beschreiben. Dabei soll insbesondere dargestellt werden: - welche technischen Voraussetzungen hierfür auf Seiten der Liegenschaften geschaffen werden müssten, - wie die Abgrenzung zwischen den Anlagen des Wärmeversorgers und den Anlagen der Wärmeabnehmer vorgesehen wäre, - wem die neu errichteten Leitungen und Anlagen während und nach Ablauf einer möglichen Vertragslaufzeit gehören würden, - wer für Planung, Errichtung, Betrieb, Wartung und Instandhaltung der jeweiligen Anlagen und Leitungen verantwortlich wäre, - welche Leitungen bzw. Anlagen neu errichtet oder angepasst werden müssten, - welche Leitungen bzw. Anlagenteile vorhanden und weiter nutzbar sind. Dabei können sowohl zentrale als auch dezentrale Versorgungslösungen sowie unterschiedliche Formen der Wärmeerzeugung und Wärmelieferung betrachtet werden. Im Rahmen dieser Markterkundung bitten wir um eine unverbindliche Darstellung der folgenden Punkte: Fragen zum Unternehmen: - Vorstellung des Unternehmens, u.a. mit Darstellung o der Unternehmensstruktur, o der wirtschaftlichen Kenndaten, o wenn vorhanden der letzten Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung, o der Mitarbeitendenzahlen. - Soweit vorhanden, vergleichbare Referenzprojekte Fragen zum Wärmeversorgungskonzept: - Konzept der von Ihnen vorgeschlagenen Wärmeversorgung mit folgenden Fragestellungen: o Wie würde das von Ihnen vorgeschlagene Versorgungskonzept technisch grundsätzlich ausgestaltet werden? o Welche Energieträger bzw. Erzeugungstechnologien würden dabei eingesetzt? o Welche technischen bzw. baulichen Voraussetzungen wären auf Seiten der Wärmeabnehmer zu schaffen? o Welche vorhandenen Anlagen und Leitungen könnten aus Ihrer Sicht weiter genutzt bzw. in das Versorgungskonzept integriert werden? o Welche neuen Leitungen, Anlagen oder sonstigen technischen Einrichtungen wären voraussichtlich erforderlich? o Wie würde die ganzjährige Wärmeversorgung einschließlich der erforderlichen Spitzenlasten sichergestellt? o Wie würde die Versorgungssicherheit bei Ausfall oder Wartung wesentlicher Komponenten gewährleistet? Welche Redundanz- bzw. Reservekonzepte wären vorgesehen? o Wie würden Eigentum, Planung, Errichtung, Finanzierung, Betrieb, Wartung und Instandhaltung der erforderlichen Leitungen und technischen Anlagen grundsätzlich geregelt werden? o Welche Entfernung zwischen Wärmeerzeugungsanlage und den zu versorgenden Liegenschaften wäre für Ihr Konzept grundsätzlich erforderlich bzw. wirtschaftlich sinnvoll? o Welcher Zeitraum wäre aus heutiger Sicht für die Umsetzung eines entsprechenden Versorgungskonzeptes erforderlich? Fragen zur Preisgestaltung: - Welche grundsätzlichen Preis- bzw. Vergütungsmodelle wären für das dargestellte Versorgungskonzept denkbar? - Welche wesentlichen Einflussfaktoren würden die zukünftigen Wärmekosten bestimmen? - Welche Mindestvertragslaufzeit wäre aus Ihrer Sicht aufgrund erforderlicher Investitionen grundsätzlich erforderlich? weitere Ausführungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen