Totalunternehmerleistungen für die Erweiterung Mittagsbetreuung an der Verbandschule in Kalzhofen

Deadline:7 Dec 2026, 09:00

Tender information
Oberallgäu
Type
Contract
Procedure
Negotiated with a call for competition
Evaluation criteria
Quality, Price
Ref. number
2026-01
Duration
01/05/2027 - 30/04/2029
Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb für Totalunternehmerleistungen. Im Zuge der Weiterentwicklung der Verbandsschule Kalzhofen wird die bestehende Schule durch eine Mittagsbetreuung erweitert und organisatorisch neu strukturiert. Hintergrund der Maßnahme ist der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen sowie die räumliche Neuordnung der Verwaltungs- und Betreuungsbereiche. Der bestehende eingeschossige Verwaltungstrakt wird vollständig zurückgebaut. Der Bestandsbau wird durch einen Neubau ersetzt, der den heutigen funktionalen, konstruktiven und energetischen Anforderungen entspricht und so die Eingangssituation der Schule aufwertet.

Totalunternehmerleistungen für die Erweiterung Mittagsbetreuung an der Verbandschule in Kalzhofen

Der Neubau gliedert sich in ein Erdgeschoss und ein erstes Obergeschoss und bindet sich funktional an das bestehende Schulgebäude an. Im Erdgeschoss befindet sich der Schwerpunkt der Mittagsbetreuung. Hier werden die Betreuungsräume mit den zugehörigen Nebenräumen angeordnet. Ergänzend wird die bestehende Mensa erweitert, um den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Kapazität und Aufenthaltsqualität gerecht zu werden. Die direkte Anbindung an die Außenbereiche ermöglicht eine einfache Erschließung sowie kurze Wege zwischen Schule, Betreuung und Freiflächen. Im ersten Obergeschoss wird die Schulverwaltung neu untergebracht. Zusätzlich befindet sich auf dieser Ebene ein weiterer Betreuungsraum, wodurch eine flexible Nutzung der Geschossfläche ermöglicht wird. Die Grundrissorganisation berücksichtigt sowohl kurze interne Wege als auch eine klare Trennung zwischen Verwaltungs- und Betreuungsbereichen. Zur Erschließung des ersten Obergeschosses wird ein bestehender Lehrmittelraum zurückgebaut, der nun gemeinsam mit einem Verbindungsgang auf dem bestehenden Dach des Erdgeschosses als Schleuse fungiert. Das Gebäude wird umlaufend von einem Laubengang erschlossen. Dieser dient als zweiter Rettungsweg und erfüllt damit die brandschutztechnischen Anforderungen. Zudem wird durch den Laubengang ein weiterer Fluchtweg für den östlichen Teil des Bestandsgebäudes geschaffen, wodurch ebenfalls eine Verbesserung entsteht. Gleichzeitig übernimmt der Laubengang eine konstruktive Funktion als außenliegender Sonnenschutz und trägt zur Verschattung der Fassaden bei. Jeder Aufenthaltsraum verfügt über einen direkten Ausgang auf den Laubengang, wodurch sowohl die Fluchtwegsituation als auch die Nutzungsqualität verbessert werden. Im Außenbereich werden die angrenzenden Freianlagen an die neue Gebäudesituation angepasst. Der bestehende Fuß- und Radweg wird entsprechend der neuen Gebäudekante neu geführt. Entlang der Straße entstehen zusätzliche Stellplätze zur Verbesserung der Erschließung. Auf der Ostseite wird die Feuerwehrzufahrt an die neue Gebäudestruktur angepasst und entsprechend den geltenden Anforderungen ausgebildet. Der Neubau wird entsprechend aktueller energetischer und technischer Anforderungen geplant. Ziel ist eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Gebäudekonzeption. Das Flachdach wird als extensiv begrüntes Dach ausgeführt. Die Dachbegrünung verbessert den Regenwasserrückhalt, wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus und trägt zum sommerlichen Wärmeschutz bei. Ergänzend werden Photovoltaikanlagen auf den geeigneten Dachflächen installiert, um einen Teil des Strombedarfs regenerativ zu erzeugen. Die Gebäudehülle erfüllt hohe Anforderungen an den Wärme- und Feuchteschutz. Die Kombination aus Holzmassivbauweise, hinterlüfteter Fassadenkonstruktion und energieeffizienten Fenstern gewährleistet einen dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb. Der umlaufende Laubengang übernimmt neben seiner Funktion als zweiter Rettungsweg zusätzlich die Aufgabe eines konstruktiven Sonnenschutzes. Durch die Verschattung der Fassaden werden solare Wärmeeinträge reduziert und das Raumklima insbesondere während der Sommermonate verbessert. Mit der Wahl nachhaltiger Baustoffe, der energieeffizienten Bauweise sowie der Vorbereitung auf zukünftige Erweiterungen entsteht ein funktionales und langfristig nutzbares Gebäude, das den Anforderungen einer modernen schulischen Betreuungseinrichtung gerecht wird. Für das Projekt liegt ein durch die Aufsichtsbehörde genehmigtes Raumprogramm vor. Die Voraussetzungen für die FAG-Förderung sind im Projekt verbindlich einzuhalten. Eines der wichtigsten Projektziele für die Erweiterung ist neben der Qualitäts-, und Funktionsanforderung die maximale Optimierung der Planung- und Bauzeit. Um dies zu gewährleisten hat der AN die Planungsleistung ab LPH5 auf Basis der bisher erstellen Genehmigungsplanung zu erbringen Der Baubeginn ist bereits an Pfingsten 2027 vorgesehen. Das Gebäude muss zum Schuljahresbeginn 2029/2030 in Betrieb gehen. Daher sind für die Konstruktion Raummodulbau- und Systembauweisen vorgesehen ebenso wie auch andere Bauweisen mit einem möglichst hohen Vorfertigungsgrad. Der AG setzt voraus, dass bauseits gestelltes Holz aus eigener Waldbewirtschaftung durch den AN verwendet, weiterverarbeitet und auf der Baustelle eingebaut wird.

Buyer
Schulverband Oberstaufen
buyer-email@mail.com
organization number
No time limit
29 days left
Important dates
6 Nov - Publication date
7 Dec - Deadline
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