Beschaffung eines OP - Robotersystems daVinci 5

Deadline:N/A

Tender information
Mainz, Kreisfreie Stadt
Type
Voluntary ex ante transparency
Procedure
Negotiated without a call for competition
Ref. number
GBE-2026-0605
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beabsichtigt die Beschaffung eines OP-Roboter daVinci 5 der Firma Intuitive Surgical Deutschland GmbH.

Beschaffung eines OP - Robotersystems daVinci 5

An der Universitätsmedizin Mainz befinden sich bereits drei robotische Chirurgiesysteme des Herstellers Intuitive Surgical im klinischen Einsatz, darunter die Multiport-Systeme Da Vinci X und Da Vinci Xi. Diese Systeme werden fachübergreifend in der Urologie, der Gynäkologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Thoraxchirurgie eingesetzt. Das zu beschaffende Da Vinci 5-System stellt eine unmittelbare Weiterentwicklung der bereits etablierten Systemplattform dar und dient der Erweiterung eines bestehenden, klinisch etablierten robotischen Operationsprogramms, auch für die Herzchirurgie. Für die Universitätsmedizin Mainz war insbesondere die vollständige technische und funktionale Kompatibilität mit den bereits vorhandenen Da-Vinci-Systemen von wesentlicher Bedeutung. Ein erheblicher Teil des vorhandenen Instrumentariums sowie des Zubehörs kann systemübergreifend zwischen dem Da Vinci 5 sowie den bestehenden Da Vinci X- und Da Vinci Xi-Systemen eingesetzt werden. Dadurch werden eine wirtschaftliche Lagerhaltung, die gemeinsame Nutzung von Instrumenten und Verbrauchsmaterialien sowie eine effiziente Ressourcen- und OP-Planung ermöglicht. Die Einführung eines robotischen Chirurgiesystems eines anderen Herstellers würde hingegen den Aufbau einer vollständig separaten technischen Infrastruktur erfordern. Hierzu zählen insbesondere zusätzliche Instrumentensätze, Ersatzteile, Verbrauchsmaterialien sowie eigenständige Wartungs- und Servicekonzepte. Dies würde einen erheblichen Mehraufwand bei Beschaffung, Lagerhaltung, Logistik und Betrieb verursachen und die bislang standardisierten klinischen Abläufe nachhaltig beeinträchtigen. Darüber hinaus gewährleisten die bereits vorhandenen Da-Vinci-Systeme und das Da Vinci 5 eine einheitliche Bedienlogik, weitgehend identische Benutzeroberflächen, abgestimmte Service- und Wartungskonzepte sowie ein gemeinsames Schulungs- und Zertifizierungssystem für ärztliches und pflegerisches Personal. Die Integration eines Systems eines anderen Herstellers würde umfangreiche zusätzliche Schulungsmaßnahmen, parallele Qualifizierungsprogramme sowie die Vorhaltung unterschiedlicher Betriebs- und Wartungsstrukturen erforderlich machen. Dies würde zu organisatorischen und technischen Mehraufwendungen führen und die Prozesssicherheit sowie die Standardisierung der klinischen Versorgung beeinträchtigen. Darüber hinaus ist das Da Vinci 5-System vollständig in die bestehende Ausbildungs-, Forschungs- und Proktorierungsstruktur der Universitätsmedizin Mainz integrierbar. Die vorhandenen standardisierten Operationsabläufe, Trainingsprogramme, Simulationskonzepte sowie nationale und internationale Hospitations- und Ausbildungsprogramme basieren bereits auf der Da-Vinci-Plattform. Die Einführung eines Systems eines anderen Herstellers würde parallele Ausbildungs- und Qualifizierungsstrukturen erforderlich machen und die einheitliche Durchführung von Forschung, Lehre und klinischer Versorgung erheblich erschweren. Die durchgeführte Markterkundung hat ergeben, dass ausschließlich das Da Vinci 5-System die Gesamtheit der für die Universitätsmedizin Mainz erforderlichen technischen Funktionen in einer integrierten Plattform bereitstellt. Hierzu zählen insbesondere die Möglichkeit der Nutzung robotischer Klammernahtsysteme, die Integration elektrischer Versiegelungsinstrumente für die Gewebe- und Gefäßversiegelung, die Anbindung einer Dualkonsole für Ausbildung, Supervision und komplexe operative Eingriffe, ein vollständig integriertes Insufflationssystem sowie die integrierte Fluoreszenzbildgebung mittels Indocyaningrün (ICG) zur intraoperativen Perfusionsbeurteilung und Gewebedarstellung. Diese Funktionen sind für die an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführten Eingriffe in der Urologie, der Gynäkologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Thoraxchirurgie von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere unterstützt die ICG-gestützte Fluoreszenzbildgebung die sichere Beurteilung der Gewebeperfusion, die Identifikation anatomischer Strukturen sowie die Durchführung komplexer onkologischer und rekonstruktiver Eingriffe. Die Kombination der genannten Technologien innerhalb einer einheitlichen Plattform gewährleistet standardisierte Operationsabläufe, eine hohe Prozesssicherheit sowie ein durchgängiges Bedien-, Visualisierungs- und Sicherheitskonzept. Die im Rahmen der Markterkundung betrachteten alternativen robotischen Chirurgiesysteme verfügen zwar teilweise über einzelne der genannten Funktionalitäten. Kein am Markt verfügbares System vereint jedoch sämtliche für die Universitätsmedizin Mainz erforderlichen technischen Eigenschaften in einer integrierten Plattform und ermöglicht gleichzeitig die vollständige Kompatibilität mit der bereits vorhandenen Da-Vinci-Systemlandschaft. Insbesondere konnte kein anderer Hersteller eine Lösung anbieten, die die bestehende Infrastruktur einschließlich Instrumentarium, Verbrauchsmaterialien, Bedienkonzepten, Schulungsstrukturen, Wartungsprozessen und klinischen Arbeitsabläufen ohne erhebliche technische und organisatorische Umstellungen fortführt. Ein Anbieterwechsel würde daher aktuell zu unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten sowie zu erheblichen zusätzlichen Investitionen in Instrumentarium, Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile, Schulung, Logistik und Service führen und die etablierten klinischen Prozesse nachhaltig beeinträchtigen. Die Entscheidung für das Da Vinci 5-System beruht daher nicht auf einzelnen technischen Merkmalen, sondern auf der Gesamtheit der funktionalen, technischen und organisatorischen Anforderungen. Nach den Ergebnissen der Markterkundung konnte ausschließlich das Da Vinci 5-System diese Anforderungen vollständig erfüllen und gleichzeitig eine nahtlose Integration in die bestehende technische, organisatorische und klinische Infrastruktur der Universitätsmedizin Mainz gewährleisten.

Buyer
Unimedizin der Johannes-Gutenberg Universität Mainz
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