Städtebaulicher Entwurf für das Plangebiet "Westlich Metzer Straße"_Vorinformation
Städtebaulicher Entwurf für das Plangebiet "Westlich Metzer Straße"_Vorinformation
Für das neue Quartier wird ein zeitgemäßer Städtebau sowie eine sinnvolle Vernetzung mit dem Bestand erwartet. Hierbei soll sowohl der umgebende Landschaftsraum und damit die bewegte Topographie als auch der Bestand der Hochhaussiedlung Folsterhöhe Berücksichtigung finden. Gerade der Übergang zu diesem Siedlungsbereich soll städtebaulich angemessen gestaltet werden. Gleichzeitig soll ein neues, eigenständiges Image für das Quartier entwickelt werden. Die Entwicklung des Quartiers ist ein wichtiger Beitrag zum Leitziel "Saarbrücken wächst als lebenswerte Großstadt". Mit zusätzlichem und vielfältigem Wohnraum, neuen Arbeitsplätzen, sozialer Infrastruktur und qualitätsvollen öffentlichen Räumen soll das Gebiet sowohl das qualitative Einwohnerwachstum als auch die Lebensqualität in der Gesamtstadt stärken. Das Plangebiet ist nicht als bloße Erweiterung der Folsterhöhe oder als Ergänzung des Industriegebiets Süd zu verstehen. Vielmehr soll ein eigenständiges, in sich funktionsfähiges und identitätsstiftendes Stadtquartier mit hoher Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsqualität entstehen. Zugleich soll sich das Quartier räumlich und sozial zu den umliegenden Wohngebieten öffnen und ein gutes Zusammenleben zwischen den Menschen im neuen Quartier und den bestehenden Nachbarschaften fördern. Gemeinsame Einrichtungen und Orte - insbesondere die Schule, der Sportplatz, weitere soziale Infrastruktur sowie attraktive öffentliche Räume und Wege - sollen Begegnung ermöglichen und verbindende Funktionen übernehmen. Das Plangebiet ist dabei in einem größeren stadträumlichen Beziehungsgefüge mit der Folsterhöhe, dem Wohngebiet Franzenbrunnen, dem Tiroler Viertel, der bestehenden Wohnbebauung im Deutschmühlental, dem Deutsch-Französischen Garten und dem nahegelegenen französischen Grenzraum zu entwickeln. Der Entwurf soll diese unterschiedlichen Siedlungs-, Landschafts-, Freiraum- und Verkehrsbezüge aufgreifen, ohne die eigenständige Identität des neuen Quartiers aufzugeben. Zugleich soll das Quartier einen markanten und identitätsstiftenden südlichen Stadteingang zum Zentrum der Eurometropole ausbilden. Neben ökologischen und ökonomischen Vorteilen flächensparender, verdichteter Bebauung, soll eine städtebauliche Inselwirkung des neuen Quartiers vermieden werden. Städtebauliche Gestaltungskraft, angemessene und zeitgemäße Maßstäblichkeit, gute Vernetzung und Alltagstauglichkeit tragen wesentlich zur zukünftigen Imagebildung des neuen Quartiers als neues Wohnquartier in der Eurometropole Saarbrücken bei. Hierfür ist für den Entwurf eine Imagebildung bzw. Namensfindung erforderlich, die sowohl die direkte Nähe von Gewerbe- und Wohngebiet, die profitable Grenznähe zu Frankreich sowie die unmittelbar anschließenden, attraktiven, teilweise bestehenden Freiräume berücksichtigen.