Serviceleistungen für Siemens-Medizingeräte und Nachrüstung von Deep Resolve an vier MRT-Systemen
Serviceleistungen für Siemens-Medizingeräte und Nachrüstung von Deep Resolve an vier MRT-Systemen
III. Bedarf Aufgrund ihrer technischen Komplexität und ihrer Einbindung in die klinischen Abläufe ist eine zuverlässige technische Verfügbarkeit der Geräte zur Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs zwingend erforderlich. Diese setzt eine qualifizierte und sehr zeitnahe Service- und Instandhaltungsbetreuung voraus, um die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit der Systeme sicherzustellen. Ein Ausfall der Geräte kann zu erheblichen Einschränkungen der diagnostischen und therapeutischen Kapazitäten, zur Verschiebung oder Verlagerung von Untersuchungen und Eingriffen zu Lasten unserer Patienten sowie zu zusätzlichen organisatorischen und massiven wirtschaftlichen Belastungen führen. Die vorgesehenen Serviceleistungen dienen daher unmittelbar der Sicherstellung von Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit des vorhandenen Gerätebestandes. Darüber hinaus handelt es sich bei den betroffenen Geräten um hochkomplexe, integrierte medizinische Systeme, deren ordnungsgemäße Funktion vom Zusammenspiel verschiedener Hardware-, Software- und gerätespezifischer Komponenten abhängt. Die jeweilige Systemarchitektur umfasst unter anderem Steuerungs- und Diagnosesoftware, Bildverarbeitungs- und Rekonstruktionssoftware, Applikationen, Schnittstellen sowie spezifische Hardwarekomponenten. Diese Komponenten sind aufeinander abgestimmt und unterscheiden sich je nach Gerätegeneration und Systemkonfiguration. Eine fachgerechte Betreuung erfordert daher nicht nur allgemeines technisches Fachwissen, sondern auch detaillierte Kenntnisse der jeweiligen Geräteplattformen und deren technischer Ausgestaltung. Dies betrifft insbesondere die Fehlerdiagnose, Wartung, Reparatur, Softwarepflege, Inbetriebnahme nach Eingriffen sowie die Wiederherstellung der vollständigen Funktionsfähigkeit. Für die erforderlichen Leistungen sind insbesondere geeignete Service- und Diagnosesysteme, aktuelle technische Dokumentationen, gerätespezifische Serviceinformationen, qualifiziertes Fachpersonal sowie eine gesicherte Versorgung mit geeigneten Ersatzteilen erforderlich. Die Anforderungen ergeben sich unmittelbar aus dem vorhandenen Gerätebestand und dessen technischer Beschaffenheit. Sie sind erforderlich, um Störungen zuverlässig zu analysieren, Ausfallzeiten zu minimieren und die Geräte nach Wartungs- oder Reparaturmaßnahmen sicher und ordnungsgemäß wieder in Betrieb zu nehmen. Die Serviceleistungen müssen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gerätegenerationen und Anwendungsbereiche insbesondere folgende Anforderungen zur Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs zwingend erfüllen: - Zugriff auf die für die jeweiligen Geräte erforderlichen herstellerspezifischen Service-, Diagnose- und Wartungssysteme - Zugriff auf aktuelle technische Dokumentationen, Serviceinformationen und relevante Softwarestände - Verwendung von Originalersatzteilen bzw. vom Hersteller freigegebenen Ersatzteilen - Sicherstellung einer zeitnahen Ersatzteilversorgung, insbesondere Verfügbarkeit notwendiger Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden an Werktagen - Vorhaltung eines geeigneten Ersatzteillagers innerhalb Deutschlands - Einsatz qualifizierter und regelmäßig auf den jeweiligen Geräteplattformen geschulter Servicetechniker - aktueller Kenntnisstand hinsichtlich Wartung, Reparatur, Softwareständen und gerätespezifischen technischen Anforderungen - leistungsfähiger Remote-Service einschließlich Ferndiagnose zur schnellen Fehleranalyse und zur Vermeidung unnötiger Vor-Ort-Einsätze - kurzfristige Vor-Ort-Verfügbarkeit bei Störungen, die nicht mittels Remote-Service behoben werden können - ausreichende personelle Abdeckung, insbesondere mindestens drei qualifizierte Servicetechniker je relevantem Gerätetyp innerhalb eines Radius von 50 km um das LMU Klinikum - deutschsprachige Kommunikation mit den Anwenderinnen und Anwendern sowie den Mitarbeitenden der Medizintechnik - Möglichkeit einer zeitnahen Eskalation komplexer technischer Fragestellungen an spezialisierte technische Stellen sowie - ein ausreichend dichtes Servicenetz zur Sicherstellung angemessener Reaktions- und Wiederherstellungszeiten. Die konkrete Ausgestaltung der Leistungen soll dabei an die jeweiligen Geräte, deren technische Anforderungen und deren klinische Bedeutung angepasst werden. Im Zuge der Beschaffung sollen bestehende Serviceverträge hinsichtlich Leistungsumfang und Laufzeit angepasst werden. Für Geräte, die bislang nicht durch einen entsprechenden Servicevertrag abgedeckt sind, soll eine entsprechende Serviceleistung neu aufgenommen werden. Dadurch soll eine einheitlich planbare und bedarfsgerechte technische Betreuung des relevanten Siemens-Gerätebestandes erreicht werden. Zusätzlich zu den Service- und Instandhaltungsleistungen ist vorgesehen, vier vorhandene MRT-Systeme mit den für die jeweiligen Systeme geeigneten Deep-Resolve-Lösungen nachzurüsten. Die Nachrüstung betrifft 4 Geräte der Produkt- und Systemfamilie MAGNETOM. Die vorgesehene Nachrüstung soll die Bildrekonstruktionsprozesse der vorhandenen MRT-Systeme technisch weiterentwickeln und insbesondere die Rekonstruktionszeiten und die Leistungsfähigkeit der Systeme verbessern. Gleichzeitig sollen die vorhandenen Untersuchungsabläufe und -protokolle weiterentwickelt und die technische Nutzung der bestehenden MRT-Infrastruktur optimiert werden. Die Nachrüstung stellt eine Erweiterung der vorhandenen Systeme dar und ist nicht als unabhängig von der jeweiligen MRT-Hardware einsetzbare Standardsoftware zu betrachten. Die technische Umsetzung hängt von der jeweiligen Hardwarekonfiguration, dem vorhandenen Basis-Softwarestand und der konkreten Systemarchitektur ab. Erforderlich sind daher insbesondere die Installation, Integration und Konfiguration der Software sowie die anschließende Inbetriebnahme und technische Prüfung innerhalb der jeweiligen bestehenden Systemumgebung.