Interventionelles MRT
Interventionelles MRT
Die Neuanschaffung wird grundsätzlich in der Krankenversorgung, Lehre und Ausbildung an der Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) eingesetzt.Die Schwerpunkte liegen dabei auf der interventionellen Nutzung und der therapiebegleitenden Diagnostik.Die Methodik adressiert den interventionellen Fokus der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin.Von besonderer Bedeutung ist, dass die am System durchgeführten Interventionen auf einer kontinuierlichen MRT-basierten Bildführung beruhen.Für den interventionellen Einsatz entscheidend, ist der für ein konventionelles Tunneldesign hohe Durchmesser von >100 cm.In Verbindung mit der höheren Positionierung der Systemachse ergibt sich ein verbesserter Patientenzugang und eine ergonomischere Körperhaltung für den interventionellen Radiologen. Unterstütz wird dieses noch durch die sogenannte Off-Center-Bildgebung, bei der das mittels MRT abgetastete Patientenvolumen nicht in der Tiefe des MRT-Tunnels befindet, sondern in Richtung des interventionellen Radiologen (in Richtung der Frontseite der Gantry) verschoben werden kann.Obwohl das hier zu beschaffende 0.55T-System im Vergleich zu den vorhandenen zwei 1.5T- und dem 3T-Systemen (alle Systeme sind aktuelle Modelle der Fa. Siemens Healthineers) eine abweichende Systemperformance/-charakter aufweist, entsprechen die Bedienphilosophie und die verwendeten Bedienkomponenten dem Duktus der bereits betriebenen bzw. in der Installation befindlichen Systemen der Fa. Siemens Healthineers.Erfahrungsgemäß führt dieses unmittelbar zu einer Verbesserung der Patientensicherheit, der Minimierung des Einarbeitungs-/Schulungsaufwandes und einer besseren Einsatzplanung.Es wird erwartet, dass der Bieter sein System in der gegenwärtigen Vollausstattung (Hardware/Software) anbietet bzw. aktiv auf fehlende (nicht angebotene) Komponenten hinweist.Infolge der hohen Dynamik im Ausstattungsumfang bei Einführung eines neuen Systems, betrifft auch alle verfügbaren Lizenzen, die sich nicht im Produktstadium befinden (WIP-Lizenzen) bzw. Lizenzen die kurzfristig angeboten werden könnten.Im Rahmen des Projektes erfolgt die Integration in das Syngo-Virtual-Cockpit-Komzept der KRN nach Abschluss der Implementierung werden zukünftig die MRT-Systeme (2 x Magnetom Sola, ein Magnetom Vida und das hier zu beschaffende System) in einem entsprechenden Remote-Scan-Cluster laufen.Das räumliche Konzept für den MRT-Cluster zzgl. des Raumes für das Remote Scanning befindet sich in der Umsetzung. Die für das hier zu beschaffende System erforderliche Hardware und Software zur Integration in dem Cluster ist im Rahmen der Beschaffung zu liefern.Insgesamt soll dabei, wie in Vorgängerprojekten geplant (Sola 1.5T und Vida 3.0T), der gleichzeitige Betrieb von 4 Arbeitsplätzen in diesem dedizierten Raum möglich sein.Da dieses Konzept den dedizierten Schaltraum an der Modalität Magnetom Free.XL ersetzt (Ablösung des klassischen Schaltarbeitsplatzes an den MRTs), wird das Beschaffungsvorhaben vergleichbar zum Kauf eines Gerätes als einmalige Investition betrachtet. Es wird darauf hingewiesen, dass alles Lizenzen über den gesamten Zeitraum der Gerätenutzung (Lifecycle) über den Kaufpreis abgedeckt sind. Nachträgliche laufzeitgebundene Lizenzen/-kosten für die interne Nutzung des syngo-Virtual-Cockpit die zur Steuerung der eigenen MRTs erforderlich sind, bzw. Kosten die sich aus Änderungen in Lizenzmodellen ergeben, gelten als mit dem Kauf abgegolten.Infolge der verschiedenen geplanten interventionellen und diagnostischen Nutzungsszenarien muss der MRT (Magnetom Free.XL) aus dem Remote-Scan-Centre, vom sogenannten Marktplatz innerhalb des MRT-Clusters als auch aus dem Interventionsraum heraus bedient werden können.