Vorinformation_Seidelbastweg_Neubau SVZ 2

Deadline:N/A

Tender information
Berlin
Type
Prior information
Procedure
Open procedure
Evaluation criteria
Cost, Quality
Ref. number
P_0804-2022
Duration
07/10/2026 - 31/07/2028
Es handelt sich um eine leerstehende Industriehalle als kompakte Gebäudehülle, in die ein, in sich geschlossenes Raumsystem eingebaut werden soll. Das Vorhaben folgt damit einem Haus-in-Haus-Prinzip innerhalb des bestehenden Hallenvolumens. Die Bauherrin, Vivantes Netzwerk für Gesundheit, beabsichtigt die Umrüstung des Bestandsgebäudes zu einem Speiseverteilzentrum für die Versorgung mehrerer Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die leerstehende und freigeräumte Halle wird im Rahmen der Maßnahme in unterschiedliche Nutzungszonen gegliedert. Hierzu gehören insbesondere Bereiche für die Lagerung von Waren und Lebensmitteln, Food und Non-Food, ungekühlt, gekühlt und tiefgekühlt, Bereiche für Vorbereitung, Kommissionierung und Tablettierung von Mahlzeiten, Logistikzonen für den Speisetransport in speziellen Transportwagen sowie Verwaltungs- und Sozialräume für Mitarbeitende, LKWLade- und Anlieferungszonen, Technikbereiche und Flächen für die gebäudetechnische Versorgung. Die Bestandslagerhalle ist eingeschossig, nicht unterkellert, misst ca. 77 × 112 × 13 m und besteht aus vier Hallenschiffen mit Kranbahnen. Auch außerhalb der Lagerhalle existiert eine Krananlage als Überbleibsel der ehemaligen Nutzung als Lagerplatz. Das Tragwerk der Lagerhalle besteht aus einer Stahlkonstruktion. Die Fassade besteht aus einem Mauerwerkssockel, Einfach- und Mehrfachverglasungen sowie Sandwichelementen. Im Bestand existieren mehrere Außentüren und Rolltore aus unterschiedlichen Herstellungsjahren. Das Dach besteht aus Sandwichelementen und Oberlichtstreifen. Der Hallenboden besteht in verschiedenen Bereichen aus unterschiedlichen Materialien: großformatige Ortbetonplatten; sowie Betonpflaster, teilweise mit Gussasphalt überdeckt, die größere Bodenunebenheiten bilden. Der Anlieferungsbereich auf der Nordwestseite weist eine podestartige Erhöhung auf, die nicht erhalten bleibt. Am südöstlichen Giebel befindet sich ein abzubrechender Kubus aus Beton und Mauerwerk, der WC-Bereiche und Technikeinbauten enthielt. Die Maßnahme umfasst Bauleistungen im Bestand einschließlich Rückbau-, Sicherungs-, Anpassungs-, Ertüchtigungs- und Integrationsleistungen. Am Bestandsgebäude sind neben Sicherungs- und Anpassungsarbeiten, wie z. B. dem Austausch von Fensterverglasungen und der Sicherung ehemaliger Rolltore, auch größere Eingriffe in die statisch tragende Konstruktion vorgesehen, insbesondere im Bereich der späteren Laderampenseite. Zum Beschaffungsumfang gehören außerdem die Ertüchtigung und Anpassung der Außenanlagen einschließlich Laderampen-, Anlieferungs- und Logistikflächen, befestigter Bestandsverkehrsflächen, Wege, Zufahrten und Gebäudeanschlüsse. Hierzu zählen auch erforderliche Maßnahmen zur Neuordnung, Wiederherstellung und Ergänzung der Außenbereiche sowie ökologische Ausgleichs- und Begrünungsmaßnahmen, soweit sie im Zusammenhang mit der Gesamtmaßnahme erforderlich werden. Im Ergebnis soll eine hoch- und teilweise vollautomatisierte Großküche mit Speisenverteilung, Lagerung, Spülküche, Rücklauf- und Logistikbereichen entstehen. Vorgesehen ist ein Versorgungskonzept für die tablettierte Patientenversorgung, die Versorgung im Großgebinde sowie die Mitarbeiterverpflegung. Grundlage ist ein Sous-Vide-basiertes Betriebs- und Versorgungskonzept mit angelieferten Speisen in hohem Fertigungsgrad, Kommissionierung, Portionierung, Tablettierung und anschließender Regeneration in den versorgten Einrichtungen. Die küchentechnischen Funktionsbereiche umfassen insbesondere Anlieferung, Wareneingangskontrolle, gekühlte und ungekühlte Lagerbereiche, Vorbereitungs-und Kommissionierzonen, Diätküche, Speisenverteilung, Wagenbahnhof/Geschirrlager, Spülküche, Wagenwäsche, Nassmüllentsorgung und Rücklaufbereiche. Vorgesehen sind unter anderem Speisenverteilbänder mit automatisierten Auflegekomponenten, Bandspültechnik für Tabletts, Geschirr, Besteck, Großgebinde und weitere Spülgüter, eine Wagenwaschanlage, eine automatisierte Besteckaufbereitung einschließlich Lager- und Transportsystemen, automatisierte Dosier- und Portioniersysteme sowie eine geschlossene Nassmüllanlage. Die Lager- und Kühlbereiche umfassen Kühl-, Tiefkühl-, Auftau-, Systemkühl-, Tageskühl-, Trockenlager-, Brot- und Non-Food-Bereiche. Hierzu gehören auch der Kühlraumbau, die Kleinkältetechnik, eine CO2-Kälteanlage, Kühlraumtüren, Schnelllauftore sowie die erforderlichen Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen. Hygienisch relevante Übergangsbereiche werden mit Hygiene- und Warenschleusen, Reinigungs- und Desinfektionseinrichtungen sowie Handwasch- und Hygieneausstattung vorgesehen. Die Wegeführung ist auf eine möglichst klare Trennung reiner und unreiner Bereiche auszulegen. Die technische Gebäudeausrüstung umfasst die für den Betrieb des Speisenverteilzentrums erforderlichen Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte-, Elektro-, Sicherheits-, Informations- und Gebäudeautomationstechnik. Hierzu zählen insbesondere die Trinkwasserversorgung einschließlich Warmwasserbereitung und thermischer Desinfektion, die Abwasserentsorgung einschließlich küchenspezifischer Abwässer und Fettabscheider, Heizungs- und Kälteversorgung, raumlufttechnische Anlagen für unterschiedliche Klimazonen, nutzungsspezifische Anlagen wie Druckluft und Sprinklertechnik, Mittel- und Niederspannungsversorgung, Netzersatzanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Zutrittskontrolltechnik, strukturierte Verkabelung, Gebäudeautomation sowie die Einbindung der technischen Anlagen in die betrieblichen Abläufe. Besondere Anforderungen ergeben sich aus der Nutzung als Speisenverteilzentrum. Zu berücksichtigen sind insbesondere Hygiene, HACCP, Kühlkette, Reinigungsfähigkeit, Betriebssicherheit, robuste und wartungsfreundliche Ausführung, Vermeidung von Staub- und Ablagerungsflächen, Schnittstellenkoordination zwischen Hochbau, Küchentechnik und TGA sowie die spätere betriebsbereite Übergabe einschließlich Dokumentation, Einweisung und Inbetriebnahme.

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Art und Umfang der Leistung (Generalunternehmerleistungen) Gegenstand der Vergabe ist die schlüsselfertige Realisierung eines Bauvorhabens im Rahmen einer Generalunternehmerleistung einschließlich Planung, Bauausführung sowie Koordination sämtlicher Gewerke unter Anwendung der BIM-Methode. Dem Auftragnehmer (AN) wird ein BIM-Modell (IFC/Revit) sowie Planunterlagen zur Verfügung gestellt. Die Ausführungsplanung (LPH 5 HOAI) ist fortzuführen, zu vervollständigen und gewerkespezifisch in Werk- und Montageplanungen zu überführen. Sämtliche Planungen sind vor Ausführung durch den Bauherr/Generalplaner freizugeben. Nach Fertigstellung ist ein As-Built-Modell bereitzustellen. Die Leistung umfasst insbesondere: - Baustelleneinrichtung und baubegleitende Leistungen Einrichtung und Betrieb der Baustelle einschließlich Baubüros, Baustellensicherung mit Zugangskontrolle und Bewachung, Erstellung sicherheitsrelevanter Unterlagen (Flucht-, Rettungs- und Feuerwehrpläne), Logistik- und Entsorgungskonzept sowie Vorhaltung erforderlicher Geräte und Infrastruktur. - Bauhaupt- und Ausbauleistungen Durchführung von Abbruch-, Erd- und Gründungsarbeiten sowie Errichtung tragender und nichttragender Baukonstruktionen in Massiv-, Stahl- und Trockenbauweise. Herstellung von Decken- und Dachkonstruktionen einschließlich erforderlicher Abdichtungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen im Bestand. Ausbauleistungen umfassen Oberflächen, Bodenaufbauten, Türen, Verglasungen sowie funktionale Einbauten und Schutzsysteme für hochbeanspruchte Bereiche. - Außenanlagen Herstellung und Anpassung von Außenanlagen einschließlich Leitungsbau, Fundamenten, Verkehrsflächen sowie logistischer Einrichtungen (insbesondere Laderampen mit Andocksystemen und Überdachungen). Ergänzend sind Lärmschutzmaßnahmen, Beleuchtung sowie landschaftsbauliche Arbeiten Bestandteil des Leistungsumfangs. - Technische Gebäudeausrüstung (TGA) Planung und Ausführung sämtlicher Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung nach aktuellem Stand der Technik unter besonderer Berücksichtigung von Energieeffizienz, Betriebssicherheit und Redundanz. Dies umfasst insbesondere: 1. Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen mit hybriden und energieeffizienten Systemlösungen (u. a. Wärmepumpen, Abwärmenutzung, Wärmerückgewinnung), 2. differenziert zonierte Raumlufttechnik, 3. Druckluftanlagen sowie Löschanlagen. - Elektro- und Energietechnik Errichtung einer leistungsfähigen Energieversorgung einschließlich Mittelspannungsanschluss, Transformatorenanlagen, Niederspannungsverteilungen sowie unterbrechungsfreier und netzersetzender Stromversorgung. Integration regenerativer Energieerzeugung (Photovoltaik) ist Bestandteil der Leistung. Die elektrotechnische Infrastruktur umfasst ferner Beleuchtungsanlagen, Blitzschutz- und Erdungssysteme sowie Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. - Informations-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik Herstellung einer modernen, skalierbaren IT- und Kommunikationsinfrastruktur (strukturierte Verkabelung, LWL/Kupfer) als Grundlage für einen digitalisierten und hochautomatisierten Betrieb. Weiterhin umfasst die Leistung sicherheitstechnische Anlagen wie Brandmelde-, Zutrittskontroll-, Einbruchmelde- und Videoüberwachungssysteme einschließlich Anbindung an übergeordnete Systeme sowie BOS-Funkversorgung. - Gebäudeautomation Implementierung einer durchgängigen Gebäudeautomation (DDC) zur zentralen Steuerung, Regelung und Überwachung aller technischen Anlagen. Ziel ist ein energieoptimierter, betriebssicherer und weitgehend automatisierter Gebäudebetrieb. - Förder- und Spezialtechnik Integration fördertechnischer Einrichtungen sowie weiterer betriebsspezifischer Anlagen. - Hochautomatisierte Küchentechnik Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme ist die Realisierung hochautomatisierter Großküchen- und Logistikbereiche nach aktuellem Stand der Technik. Hierzu zählen automatisierte Speiseverteil- und Spülsysteme, Anlagen zur Reinigung, Trocknung und Aufbereitung von Transport- und Betriebsmitteln sowie automatisierte Portionier- und Dosiersysteme. Ergänzt wird dies durch geschlossene Systeme zur hygienischen Erfassung und Entsorgung von Nassabfällen sowie durch umfangreiche Kühl-, Lager- und Logistikbereiche mit energieeffizienter Kältetechnik. Die Anlagen sind auf einen weitgehend automatisierten, wirtschaftlichen und hygienisch optimierten Betrieb mit hohen Durchsatzleistungen ausgelegt.

Buyer
Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH
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