Das Vivantes Klinikum Am Urban, umgangssprachlich auch "KAU" genannt, liegt an der Urbanstraße/ Dieffenbachstraße in Berlin im Bezirk Kreuzberg.
Das Klinikum Am Urban entspricht baulich und konzeptionell größtenteils einem Krankenhaus der 1960er Jahre. Erbaut wurde es 1968, als weder MRTs noch Computertomographen zur Verfügung standen. Die Weiterentwicklungen, auch in der Medizintechnik, wurden über die Jahre im Bestand abgebildet. Entsprechende Um- und Erweiterungsmaßnahmen fanden in der Vergangenheit statt.
So wurde im Jahr 1981 ein Erweiterungsbau mit Intensivstation und OP-Trakt angebaut. Weitere intensive Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen wurden 1987 vorgenommen.
Im Zuge elementar notwendiger Kapazitätserweiterungen, Restrukturierungsmaßnahmen und erforderlicher Sanierungsmaßnahmen ist nunmehr eine neuerliche Erweiterung des Krankenhauses sowie ein Rückbau in Teilbereichen zwingend erforderlich. Hierzu sollen auf Grundlage des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. VI-65-1 vom 02.02.1981 innerhalb der zulässigen Baugrenzen ergänzende Neubauten, hier Objekt Nr. 1 und 2, die vorhandene Bestandsgebäudestruktur erweitern.
Bei der Planung ist darauf Wert zu legen, die Bedingungen des Denkmalschutzes grundsätzlich einzuhalten und die Denkmalwürdigkeit der Gebäudeskulptur des Poelzig- Baues so weit wie möglich zu respektieren.
Die Ergänzungen der vorhandenen Gebäudestruktur sollen sich daher im Höhenprofil des flachen Funktionstraktes bewegen, um die städtebauliche Präsenz, des daraus aufragenden neun-geschossigen Bettenhauses mit seinem expressiven V-förmigen Grundriss, nicht einzuschränken.
Der AG hat basierend auf einer Voruntersuchung eine Zielplanung erarbeiten lassen, die Grundlage des genehmigten Vorbescheides aus 2021 darstellt. Die seinerzeit erarbeitete Bauvoranfrage wäre nunmehr, innerhalb der definierten Parameter, wie Baugrenzen, Bauhöhe, etc., weiter zu entwickeln. Dieser Vorbescheid hat zwischenzeitlich seine Gültigkeit verloren, es soll daher in Abstimmung mit der Bauaufsicht des Bezirksamt Friedrichshain - Kreuzberg in der Leistungsphase 2, Objekt Nr. 1 und Nr. 2, eine neue Bauvoranfrage gestellt werden.
Das Gebäude befindet sich in intensiver Nutzung. In Teilen des Gebäudes werden aktuell weitere Baumaßnahmen geplant oder realisiert.
KAU Fachprüfung Planung Technsiche Ausrüstung
Um eine hohe Planungsqualität zu gewährleisten und um Planungsfehler und daraus resultierende Verlängerung der Bauzeit zu vermeiden, gibt es im Projekt Bedarf für einen Fachprüfer (im Folgenden AN genannt), der fachtechnisch den AG bei Entscheidungsprozessen unterstützt und die Planung der Fachplaner der TGA nach der Erbringung der Leistungsphasen 2 und 3 prüft. Ergänzend soll der AN bei der Steuerung der Leistungserbringung mitwirken und Nachträge der Fachplaner TGA prüfen und bewerten.
Der AN nimmt an regelmäßigen Bauherrenterminen mit dem Fachplaner und AG intern teil, um den Projektverlauf fachlich zu bewerten bzw. einzuordnen und bei strategischen Entscheidungen zu unterstützen.
Der Leistungsumfang beinhaltet auch die Bearbeitung bzw. Erstellung von Dokumenten wie einer Entscheidungsmatrix oder Risikomatrix für den aufgelisteten Umfang des Fachplaners, um die Entscheidungen zu dokumentieren bzw. fachlich begründet zu untermauern.
Die Projektsprache ist Deutsch. Sämtliche Dokumente, Planunterlagen, Berechnungen und Korrespondenz sind in Deutsch zu verfassen. Alle Projektkosten sind in Euro als Nettobetrag auszuweisen.
Sämtliche, sich aus diesen Vorbemerkungen ergebenden Maßnahmen, Leistungen und Aufwendungen sind, als Bestandteil der Leistung des AN, bei der Preisbildung zu berücksichtigen und einzukalkulieren.