Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG
Weiterentwicklung Software BMS-LSA inkl. Umsetzung OZG
Gegenstand der Beschaffung ist die Weiterentwicklung, Bereitstellung, Einführung und betriebsfertige Übergabe des Bildungsmanagementsystems Sachsen-Anhalt (BMS-LSA) sowie die Umsetzung der Anforderungen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) im Serviceportal Schule (SPS) für die schulische Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Auf Basis einer vorhandenen und weiter zu entwickelnden Prozesslandkarte sind die fachlichen Anforderungen für unter anderem Bildungsmonitoring, Unterrichtsorganisation, Schul- und Schülermanagement, Schulpersonalmanagement, Vorbereitungsdienst, Schulentwicklungsplanung, Schulorganisation, Regelwerksmanagement sowie Berichts- und Auswertungsfunktionen umzusetzen. Es ist ein differenziertes Rollen- und Rechtekonzept mit Mehrrollenfähigkeit, Protokollierung sowie Anbindung an Single-Sign-On-Verfahren und zentrale Identitätsmanagementsysteme des Landes vorzusehen. Die Systeme müssen insbesondere Anforderungen an Skalierbarkeit, Datenschutz, Informationssicherheit, Barrierefreiheit (u. a. BITV 2.0), Schnittstellenintegration sowie Wartbarkeit und Erweiterbarkeit erfüllen und DSGVO-konform betrieben werden. Es sind standardisierte, sichere Schnittstellen zur Interoperabilität mit Drittanbietersystemen und Behörden bereitzustellen. Der Auftragnehmer stellt ein Projekt-/Entwicklungsteam mit voraussichtlich sieben Rollen (Projektleitung, Scrum Master, Requirements Engineer, Softwareentwickler mit den Schwerpunkten Software-Architektur / Lead Development, Qualitätssicherung / Release- und Deploymentmanagement, weiterer Softwareentwickler sowie UI/UX-Designer) und arbeitet nach einem agilen Vorgehensmodell mit iterativen, inkrementellen Entwicklungszyklen. Rollen definieren Aufgaben und Verantwortlichkeiten, ohne Aussagen zur Zahl der Personen oder deren Arbeitszeit zu treffen. Die Systeme sind auf eine Nutzerbasis von derzeit rund 17.000 Nutzerkonten und ca. 80.000 Datensätzen ausgelegt, mit einer perspektivischen Skalierung auf bis zu ca. 20.000 Nutzerkonten und etwa 300.000 Datensätzen bei vollständiger Integration aller Schulformen und Nutzergruppen (Schulen und Verwaltungskräfte, Lehrkräfte, Schulaufsicht und Schulbehörden, Schulträger, Personensorgeberechtigte). Es soll vorrangig ausschließlich Open-Source-Software ohne Copy-Left-Lizenzbestimmungen verwendet werden. Der Quellcode ist einheitlich zu formatieren, semantisch konsistent und nach festen Namenskonventionen zu gestalten; eine automatisierte API-Dokumentation über Inline-Dokumentation ist zu ermöglichen. Die Datenhaltung und Geschäftsprozessabwicklung im Produktivbetrieb erfolgen auf zentralen Servern des Landes Sachsen-Anhalt; der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber rechtzeitig vor Abnahme alle relevanten Informationen zu Systemarchitektur, Dimensionierung und Konfiguration zu übergeben. Für die Umsetzung sind moderne und erprobte Softwareprodukte, Frameworks und Bibliotheken in aktuellen, unterstützten Versionen einzusetzen. Der bestehende Technologie-Stack umfasst unter anderem NGINX (Web-Server), PostgreSQL, Sequelize, Redis, Elasticsearch, Zenko Cloudserver, Node.js, Koa.js, ArangoDB, Kafka, Kubernetes sowie Micro-Services des Restore Commerce-Projekts, an dem sich die Weiterentwicklung vorrangig auszurichten hat.