Neubau eines Innovationszentrums und einer Schweißhalle im Rahmen eines ÖPP-Inhabermodells
Neubau eines Innovationszentrums und einer Schweißhalle im Rahmen eines ÖPP-Inhabermodells
Der Landkreis Grafschaft Bentheim möchte die Standorte der Berufsschulen in Nordhorn zum "Campus Berufliche Bildung Grafschaft Bentheim (CBB)" entwickeln. Der gesamte CBB soll für ein hochwertiges und attraktives Ausbildungs- und Bildungsangebot im Landkreis stehen, die berufliche Bildung als Zukunfts- und Standortfaktor nachhaltig stärken und seine Wirkung regional, aber auch überregional entfalten. In diesem Zusammenhang soll nach dem Neubau eines Lernforums der Neubau eines Innovationszentrums als weiteres Leuchtturmprojekt eine besondere Signalwirkung für die weitere Entwicklung des CBB in Nordhorn entfalten. Es soll ein Innovationszentrum entstehen, das Raum für modernste Techniken wie 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und "Augmented Reality" bieten soll. Eine zentrale Rolle soll dabei die Methode Building Information Modelling (BIM) einnehmen, die insbesondere Handwerk und Mittelstand die Möglichkeit bieten soll, Planungen effizienter und gewerkeübergreifend an digitalen Modellen umzusetzen. Dafür soll eigens eine sieben Meter hohe Multifunktionshalle (in Anlehnung an Messe- und Ausstellungshallen) entstehen, die flexible Nutzungsmöglichkeiten bietet - von der Visualisierung von Gebäudegrundrissen über Drohnenflüge bis hin zu Tests großer Maschinen und Fahrzeuge. Zudem soll das bestehende Medienzentrum des Landkreises in das neue Innovationszentrum integriert werden. Das Innovationszentrum soll insgesamt mit einem hohen Maß an räumlicher und technischer Flexibilität geplant werden, um auch auf künftig noch nicht absehbare Entwicklungen reagieren zu können. Es soll ein Gebäude entstehen, das Forschung, Innovation, Digitalisierung und unternehmerisches Denken fördert. Das Raumprogramm des Neubaus eines Innovationszentrums umfasst eine Nutzungsfläche (NUF) von ca. 1.600 m². Ergänzt wird das Gesamtvorhaben durch den Neubau einer separaten Schweißhalle, die parallel zum Innovationszentrum in wirtschaftlicher Bauweise errichtet werden soll. Für diese ist eine funktionale Anbindung an die bestehenden Ausbildungsbereiche des Fachbereichs Metalltechnik sicherzustellen. Für die Realisierung der Schweißhalle steht ein Budget in Höhe von 1.305.000 EUR brutto zur Verfügung. Die Schweißhalle wird nur realisiert, wenn das vorgegebene Budget eingehalten wird. Der Auftragnehmer hat auf Grundlage einer funktionalen Bauleistungsbeschreibung mit Raumprogramm alle erforderlichen Planungs- und Bauleistungen für die schlüsselfertige Errichtung des Innovationszentrums und einer Schweißhalle sowie die Herstellung der zugehörigen Außenanlagen zu erbringen. Diese umfasst auch die Erstellung der Genehmigungsplanung und die Einreichung des Bauantrages. Der Auftragnehmer hat die Bauzwischenfinanzierung der erforderlichen Planungs- und Bauleistungen bis zum Zeitpunkt der Abnahme sicherzustellen. Zur Amortisation der Gesamtinvestitionskosten nach Abnahme stehen Fördermittel in Höhe von 10 Mio. EUR aus dem Bundessondervermögen zur Verfügung. Für die verbleibenden Gesamtinvestitionskosten ist über die geplante Finanzierungsdauer von 20 Jahren eine Endfinanzierung anzubieten. Der Auftraggeber erwartet ein umfassendes Gesamtangebot für Planungs-, Bau- und Finanzierungsleistungen sowie für Wartungsleistungen innerhalb der verlängerten Gewährleistungsfrist. Für die Bewerbung im Teilnahmewettbewerb werden Nachweise und Erklärungen eines Bauunternehmens und eines Entwurfsverfassers (Architekturbüro) erwartet, welche nach Auswahl im Teilnahmewettbewerb zusammen ein Angebot erarbeiten und im Auftragsfall die Leistungen gemeinsam erbringen. Die Leistungen werden als Gesamtvergabe an einen Totalunter-/-übernehmer im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vergeben. Weitere Informationen enthält die mit dieser Bekanntmachung zur Verfügung gestellte Bewerberinformation.