Umbau und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Bad Kötzting - Planungsleistungen nach § 34 Gebäude und Innenräume HOAI 2021
Umbau und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Bad Kötzting - Planungsleistungen nach § 34 Gebäude und Innenräume HOAI 2021
Gegenstand des Projekts ist der Umbau und die Erweiterung der Grund- und Mittelschule Bad Kötzting zur Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen für die Offene Ganztagsbetreuung. Die Maßnahme soll die pädagogischen Konzepte beider Schulen räumlich unterstützen und die Lern- und Aufenthaltsqualität für die Schülerinnen und Schüler erhöhen. Im Vorfeld wurde von Seiten der Bauverwaltung der Stadt eine vorbereitende Projektuntersuchung erstellt die bereits mit der Schulleitung abgestimmt wurde. Diese soll geprüft und kann hinterfragt werden, soll aber im Grundsatz verbindlich sein. Ein wesentlicher Baustein in der Studie ist der Umbau des Nordtrakts der Grundschule. Die vorhandenen Erdgeschossräume werden zu einer gemeinsamen Mensa für Grund- und Mittelschule mit Küche und Vorratslager umgebaut. Im Bestand umfasst dieser Bereich rund 206 m² Nutzfläche. Da die Fläche für die zugrunde gelegte Maximalauslastung nicht ausreicht, ist eine Erweiterung der Mensa in Richtung des gemeinsamen Pausenhofs um derzeit rund 130 m² vorgesehen. Dimensionierung und bauliche Ausgestaltung sind im weiteren Planungsverlauf zu konkretisieren. Im Obergeschoss des Nordtrakts werden drei bestehende Klassenzimmer mit insgesamt rund 209 m² Nutzfläche zu Räumen für die Ganztagsbetreuung umgebaut. Zur Kompensation der entfallenden Räume und zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten sieht die vorbereitende Projektuntersuchung eine Aufstockung der Mittelschule um eine vollständige Nutzungsebene aus Gewichtsgründen in leichter Holzbauweise vor. Diese enthält acht zusätzliche Klassenzimmer sowie einen Nebenraum mit insgesamt rund 570 m² Nutzfläche. Die Aufstockung orientiert sich am vorhandenen Stützraster und an der Raumstruktur der darunterliegenden Geschosse. Die Fassadengestaltung soll den Bestand aufnehmen und mit farbigen HPL-Platten fortführen. Ein aufgeständerter Dachstuhl soll die natürliche Belichtung der zentralen Aula sichern; die neuen Dachflächen sind für eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Mittelschule soll durch eine neue zentrale Aufzugsanlage im Bereich der Aula barrierefrei erschlossen werden. Diese verbindet das 1. Untergeschoss, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und das neue 2. Obergeschoss. Auch die Mensaerweiterung ist barrierefrei mit schwellenlosen Übergängen und Anbindung an die Außen- und Pausenflächen auszuführen. Besondere planerische Anforderungen ergeben sich aus dem Bauen im Bestand sowie dem Brandschutz der Aufstockung. Für die neue Nutzungsebene sind zwei voneinander unabhängige bauliche Rettungswege erforderlich; die konkrete Lösung ist im weiteren Planungsprozess und im Brandschutzkonzept zu entwickeln. Zudem ist eine Anpassung bzw. Erweiterung der bestehenden Brandmeldeanlage vorgesehen. Die Planzeichnungen bilden einen Zwischenstand ab; insbesondere Mensaerweiterung und Rettungswegeführung sind weiterzuentwickeln. Die Änderung des Bebauungsplans soll parallel zur Gebäudeplanung erfolgen. • Zu vergebende Leistungen: Stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 2 anteilig und 3 - 9; Objektplanung gem. §34 HOAI 2021