Ersatzerneuerung Fernleitung Ursprung BA I
Ersatzerneuerung Fernleitung Ursprung BA I
Die N-ERGIE Aktiengesellschaft Nürnberg versorgt die Stadt Nürnberg mit Trinkwasser. Mit einer Tagesleistung von rund 13.000 m³ steuern die Fassungsgebiete Krämersweiher und Ursprung ca. 12% des Trinkwasserbedarfs für Nürnberg bei. Seit Inbetriebnahme der Fassung Ursprung im Jahr 1885 wird das Wasser über die Fernleitung Ursprung (FLU) auf einer Länge von rund 13,6 km in den Hochbehälter Schmausenbuck geleitet. Aufgrund des geodätischen Höhenunterschieds zwischen der Fassung und dem Hochbehälter Schmausenbuck erfolgt die Ableitung des Wassers teilweise ohne Pumpeneinsatz. Als Rohrleitungsmaterial wurden Muffenrohre aus Grauguss mit einem lichten Durchmesser von 550 mm in Längen von 5 m bzw. 6 m verbaut. Die Fernleitung verläuft überwiegend in Waldgebieten, die dem Reichswald Nürnberg zugeordnet sind. Ausnahmen sind die Querungen der Autobahn A3 und A9. Hier befinden sich Tunnelbauwerke unter den Autobahnen, in denen die Rohrleitungen verlegt sind. Im Zuge von früheren Leitungsschäden wurden schadhafte Rohrstücke ausgebaut und durch neue Rohrstücke (z.B. Stahl, innen zementiert, außen PE-beschichtet) ersetzt. In der letzten Zeit wurde die FLU diversen Zustandsbeurteilungen unterzogen. Es ist vorgesehen, die über 130 Jahre alte Fernleitung in den nächsten Jahren zu erneuern. Eine Vorstudie hat die Möglichkeiten verschiedener Trassenvarianten für die Ersatzerneuerung untersucht. In diesem Rahmen wurde im Frühjahr 2017 eine Raumwiderstandsanalyse durchgeführt. Im Hinblick auf die notwendige Sanierung des Stollenbauwerkes (Ertüchtigung / Neubau) wurde darüber hinaus eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der N-ERGIE Aktiengesellschaft durchgeführt. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 neue Alternativtrassen untersucht und im Jahr 2024 ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. In einem langfristigen Investitionsprogramm soll die Ursprungsleitung über den gesamten Trassenverlauf ersatzerneuert werden. Im Ergebnis erfolgt eine erste Umsetzung der Planung im Jahr 2026 mit dem Bau des ersten Bauabschnitts. In diesem ist eine Sanierung der Altleitung im Reduktionsverfahren mit Rohren aus PE 100 vorgesehen. Als vorgezogene Maßnahme wurde bereits eine Erneuerung der Querung der BAB 9 realisiert.Die Erneuerung der bestehenden Leitung erfolgt im Reduktionsverfahren. In die vorhandene Rohrleitung DN 550 wird eine PE-HD 560 x 50,8 und in die DN 450 eine PE-HD 450 x 40,9 Kunststoffleitung eingezogen. Die eingezogene Rohrleitung dehnt sich nach dem Einzug wieder aus und legt sich an die Innenwand an. Es kommt dadurch zu einer Reduzierung des bisherigen Durchmessers von DN 550 auf 448 mm bzw. von DN 450 auf 368 mm. Die gesamte Strecke des 1. Bauabschnitts beträgt 3,2 km.