Leistungen der Tragwerksplanung für die Gesamtsanierung des Hortgebäudes der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9, 13357 Berlin
Leistungen der Tragwerksplanung für die Gesamtsanierung des Hortgebäudes der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9, 13357 Berlin
Der Auftrag beinhaltet Leistungen der Tragwerksplanung entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 4 Fachplanung Abschnitt 1 Tragwerksplanung. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen (LPh) 1 bis 6 gemäß § 51 HOAI ganz oder teilweise sowie besondere Leistungen zu vergeben. Die Leistungen werden stufenweise beauftragt, mit Vertragsschluss zunächst LPh 1 bis 2, im Anschluss folgen weitere Leistungen nach § 5 des Vertrags. Dies beinhaltet: LPh 1 Grundlagenermittlung LPh 2 Vorplanung LPh 3 Entwurfsplanung LPh 4 Genehmigungsplanung LPh 5 Ausführungsplanung LPh 6 Vorbereitung der Vergabe Der Bezirk Mitte plant auf dem Standort der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9, 13357 Berlin, eine Gesamtsanierung des Bauteils 2 (Hortgebäude). Dabei sollen die Sanitäranlagen umgebaut und ergänzt werden, die Haustechnik soll instandgesetzt werden, Barrierefreiheit für das Gebäude (u.a. durch An-/Einbau eines Aufzuges) geschaffen werden, Brandschutz-, AMOK- sowie Akustikkonzepte erstellt und umgesetzt werden und eine energetische Fenstersanierung einschl. Sonnenschutz erfolgen. Des Weiteren sind kleinere Umbauarbeiten im Innenraum sowie eine Schadstoffsanierung notwendig. Während der Baumaßnahmen sollen Mensa, Toiletten und GE-Klassen (Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) in Container auf dem Schulhof ausgelagert werden. Zudem soll das Dach nach Möglichkeit Photovoltaik-Elemente erhalten. Es sind Leistungen der Tragwerksplanung Leistungsphase 1 bis 6 gem. § 51 HOAI zu erbringen. Weiterhin ist angedacht, den aktuell eingeschossigen Gebäudeteil am Ost-Giebel wieder in den dreigeschossigen Zustand von 1951 zurückzuführen. In den zusätzlichen Räumen sollen die Aufzugsanlage, Sanitäranlagen und ggf. die GE-Klassen untergebracht werden. Die Finanzierung für die Wiederherstellung ist noch in Klärung. Daher wird die Wiederherstellung als optionales Leistungspaket angefragt. Der aktuell geschätzte Kostenrahmen nach Grobkostenschätzung (KG 300/400), ohne Wiederherstellung Giebelseite Ost, beträgt 7.306.657 Euro brutto. Das Hortgebäude der Gesundbrunnen-Grundschule wurde zwischen 1893 und 1894 als 9. Realschule von Hermann Blankenstein und Paul Hesse erbaut. Das in Backsteinbauweise errichtete Gebäude gehört zu den typischen Schulbauten des Stadtbaurats Hermann Blankenstein. Es steht mit dem gesamten Ensemble aus Hauptgebäude, Turnhalle und Dienstwohngebäude unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird für schulische Zwecke – Unterrichtsräume, Hort und Mensa – genutzt. Zukünftig sollen im Gebäude auch Integrationsklassen mit GE-Kindern untergebracht werden. Folgende Maßnahmen sind geplant: - Energetische Ertüchtigung des Gebäudes mit Wiederaufarbeitung der Fenster und der Fassade in Abstimmung mit dem Denkmalamt - Sanierung des Kellers mit Feuchteschäden und der notwendigen Abdichtung - Barrierefreie Erschließung des Gebäudes mit Einbau/Anbau einer Aufzugsanlage - (dafür sind noch Abstimmungen mit dem Denkmalamt zur Positionierung notwendig) - Barrierefreie, für GE-Klassen (Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) geeignete Sanitärräume herstellen einschl. Wickelbereich - Erhöhung der Anzahl der Sanitärräume (getrennte Toilette, Wasch- und Vorräume für Jungen und Mädchen jeweils im EG, im 1. OG nur Mädchen, im 2. OG nur Jungen) - Herrichtung eines Ruheraumes bzw. abtrennbarem Bereich für reizüberforderte Kinder - Prüfung und ggf. Sanierung der Dachflächen - Überprüfen der statischen Voraussetzungen des Daches für PV-Anlage und evtl. Bestückung mit PV-Anlage - Statische Untersuchung der Deckenbalkenlage und ggf. Verstärkung Zusätzliche / Besondere Leistungen: - Statische Voruntersuchung zur Realisierbarkeit einer Photovoltaikanlage auf der Dachfläche - Tragwerkplanerische Vorbemessung und statische Bewertung der zusätzlichen Einwirkungen der geplanten Photovoltaikanlage - Optional: Beratende Mitwirkung sowie tragwerksplanerische Voruntersuchungen, Vorbemessung und statische Bewertung zur Aufstockung eines Gebäudeteils auf Grundlage der durch den Objektplaner entwickelten Varianten, einschließlich Beurteilung der Tragfähigkeit, Lastabtragung und ggf. erforderlicher konstruktiver Anpassungsmaßnahmen - Fortschreiben des Bauwerksbuches gem. VDI 6200 (Stand Februar 2010) gemäß Anhang B Für die erforderlichen Fachplanungen nach Teil 4 HOAI werden durch den Auftraggeber Fachingenieure an der Planung beteiligt, deren Beiträge zu verwenden bzw. deren Leistungen zeitlich und fachlich zu koordinieren sind. Die Leistungen sind mit der Tragwerksplanung abzustimmen und einzuarbeiten. Es ist vorgesehen, folgende Leistungen durch andere fachlich Beteiligte zu übergeben: Brandschutzkonzept, Fachplanung Objektplanung, Fachplanung Technische Ausrüstung/ Aufzugsplanung, Freianlagenplanung, Bodengutachten (Ergänzung). Separat wurde bereits beauftragt: Statische Vorab-Untersuchung von Aufzugseinbau und Statische Untersuchung des Anbaus hinsichtlich einer möglichen Aufstockung. Folgende Termine sind zu beachten: LPh 1 (VPU): I. Quartal 2027 LPh 2 und 3: III. Quartal 2027 LPh 4: IV. Quartal 2027 LPh 5: III. Quartal 2028 LPh 6 und 7: IV. Quartal 2028 Baubeginn: I. Quartal 2029 Baufertigstellung: I. Quartal 2031 Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster IV 412.H F der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Tragwerksplanung einschließlich AVB (abrufbar unter: https://www.berlin.de/sen/sbw/service/rechtsvorschriften/bereich-bauen/anweisung-bau-abau/). Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.