Jürgen-Schumann-Kaserne Appen, Sicherstellung Wärmeversorgung
Jürgen-Schumann-Kaserne Appen, Sicherstellung Wärmeversorgung
Die Wärmeversorgung der Jürgen-Schumann-Kaserne ist seit ihrer letzten Erneuerung (ca. 2005) auf aktuellen Stand zu bringen und zukunftsfähig umzugestalten. Die bestehende Energieversorgungszentrale (EVZ) beinhaltet zwei Ölkessel, einen Holzhackschnitzelkessel mit Hackschnitzellager und ein Erdgas-BHKW, die zentrale Pumpstation und Wasseraufbereitungsanlage für die Nachspeisung, die elektrische Haupteinspeisung der Liegenschaft, eine Netzersatzanlage sowie Räumlichkeiten für Bedienpersonal. Sie ist im Gebäude 192 untergebracht. Dieses Gebäude 192 soll im Rahmen dieser Baumaßnahme abgerissen werden und durch ein modernes Heizwerk mit mehr als 70% regenerativem Anteil der erzeugten Wärmemenge sowie eine neue Trafostation ersetzt werden. In einem Großteil der versorgten Gebäude sind die Heizungsunterstationen mit Heizungsverteiler und, wenn vorhanden, der gebäudezentralen Warmwasserbereitung zu erneuern. Weiterhin sind Teile des Wärmeverteilnetzes (ca. 30-40% der Gesamttrassenlänge) innerhalb der Liegenschaft zu erneuern. Die Baumaßnahme liegt vollständig innerhalb einer abgeschlossenen Liegenschaft (Jürgen-Schumann-Kaserne, 25482 Appen) und erstreckt sich über die gesamte Liegenschaft. Die Baumaßnahme wird in 3 Teilbereiche strukturiert: 1) Ersatzneubau für das Heizwerk mit Anlagentechnik (einschließlich außenliegender Komponenten wie z.B. Pelletlager oder Wärmepumpenanlage) und Nebenräumen 2) Anpassung des Liegenschafts-Wärmenetzes auf modernen Dämmstandard und Stand der Technik, weitere Versorgungsleitungen im Außenbereich und Erneuerung der Heizungsunterstationen sowie der gebäudezentralen Warmwasserbereitungen inkl. zugehöriger Gebäudeautomation (ca. 60 Unterstationen). Der Rückbau des Geb. 192 wird ebenfalls in Teilbereich 2 eingeordnet. 3) Erneuerung der elektrotechnischen Anlagen aus Geb. 192 einhergehend mit Anpassung an den zukünftigen elektrischen Bedarf der Liegenschaft in einer neuen Trafostation. Die Einzelbeschreibungen der Kostengruppen nehmen Bezug auf die Teilbereiche. Die Objektleitung der Gesamtmaßnahme liegt innerhalb des Leistungsumfang der TGA-Gewerke. Die Koordination der übrigen Leistungsbilder ist als besondere Leistung aufgeführt. Für den Teilbereich (TB) 1 wird die Objektleitung auf das Leistungsbild „Gebäude und Innenräume“ übertragen. Es sind abhängig von der Teilmaßnahme die Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5 und 8 in den Leistungsphasen 2-9 HOAI zu bearbeiten. Eine detaillierte Leistungsbeschreibung ist den Vergabeunterlagen beigefügt. Folgende Termine und Fristen sind geplant: Vorlage der FPU bis 31.10.2027, Baubeginn bis 01.10.2028, Ende der Bauzeit bis 31.10.2034, Bauübergabe gemäß RBBau bis 15.12.2034.