Informationszentrum Mathildenhöhe Darmstadt - Rohbau
Rohbauarbeiten
Das Bauwerk wird als Stahlbetonkonstruktion mit einer Ortbeton-Sichtbetonfassade erstellt. Um eine größtmögliche freie Fläche in den einzelnen Geschossen zu erhalten, beschränken sich die vertikalen Bauteile auf die beiden diagonal gegenüberliegend angeordneten Treppenhäuser und zwei jeweils über Eck in der anderen diagonalen angeordnete Stützenpaare. Die Obergeschosse „wachsen“ jeweils um 20 cm je Richtung, sind also jeweils größer als das drunter liegende Geschoss. Resultierend aus den nach oben hin größer werdenden Grundrissen, weisen die Stützenstränge ein entsprechender geschossweiser Versatz auf, da der Abstand der Stützen zur Gebäudeecke in den Geschossen immer der gleichen bleibt. Das Untergeschoss hat auf der westlichen und nördlichen Seite jeweils eine unterirdische Ausdehnung gegenüber dem Erdgeschoss. Hier sind im Westen die Sanitärbereiche und im Norden Abstellräume und TGA untergebracht. Im mittleren Teil des Untergeschosses befindet sich in einem, um ca. 1,20 m abgesenkten Bereich für die Haustechnikzentrale. Der mehrgeschossige Bau wird als in sich fugenlose Stahlbetonkonstruktion ausgebildet und bestehen im Wesentlichen aus den folgenden Konstruktionselementen: - Flachdecken aus Stahlbeton - Erschließungskernen aus Stahlbeton - Grundfeste Stahlbeton Stützen Der Lastabtrag erfolgt horizontal über die Stahlbetondecken und vertikal über die grundfesten Stützen und Wände. Die Erschließungskerne mit Aufzug und Treppenhäusern gewährleisten den direkten Abtrag der Horizontallasten aus Wind, Erdbeben und Exzentrizität und somit die Aussteifung des Gebäudes. Aufgrund der großen Spannweiten der oberen Geschossdecken werden, in den Bereichen, wo es die Statik zulässt, Hohlkörper (Cobiax) in die bis zu 50 cm dicken Geschossdecken integriert, um auf der einen Seite das Eigengewicht zu reduzieren und auf der anderen Seite die Deckendurchbiegung zu minimieren. Die Ausbildung der Gründung erfolgt als Plattengründung. Auf Grund der Lastkonzentration im Bereich der Stützen, erfolgt die Gründung hier auf Einzelfundamenten, welche in die Bodenplatte integriert sind. Im Bereich der Treppenhäuser wird die Bodenplatte entsprechend den statischen Erfordernissen stärker ausgebildet. Kurzzusammenfassung mit den Hauptpositionen: - Alle zur Rohbauerstellung benötigten Baustelleneinrichtungen sind teil des Leistungsumfangs (Sanitäranlagen und Sicherungsmaßnahmen erfolgen bauseits). - Erdarbeiten in geringem Umfang: Herstellen Mediengräben und Schachtgruben: ca. 85,5 m3 Mediengräben verfüllen: ca. 115,02 m3 Rückbau Böschungssicherung Spritzbeton, bis ca. 1m u. GEL: 39 m2 Arbeitsraumverfüllung Dränbeton: 59 m3 Arbeitsraumverfüllung Kiessand: 360 m3 - Außenwände/Fassade: Die tragenden Struktur des Besucherzentrums wird von einer, vorgehängten eingefärbten Ortbeton Sichtbetonfassade verkleidet, welche anschließend scharriert wird. WU-Betonaußenwände teilw. eingefärbter Beton UG: ca. 330 m2 Innere Tragschale Außenwände Sichtbeton SB 4: ca. 73 m2 Innere Tragschale Stützen Sichtbeton SB 4: ca. 70 m3 Kerndämmung aus Schaumglas: ca. 360 m2 Äußere Sichtschale Außenwände Sichtbeton SB 4: ca. 85 m2 Äußere Sichtschale Stützen und umlaufende Randbalken Sichtbeton SB 4: ca. 75 m3 Scharrierte Sichtbetonfassadenflächen: ca. 460 m2 - Gründung: Bodenplatte mit Bodenplattenverstärkungen WU-Beton: ca. 200 m3 - Dach: Ortbeton Hohlkörper-Dach-Deckenplatte: ca. 418 m2 - Geschossdecken: Ortbeton Hohlkörper-Deckenplatten: 697 m2 Ortbetondeckenplatte d 20-25cm: 341 m2 - Innenwände: Stahlbetoninnenwände teilw. eingefärbt und SB 4: ca.387 m2 Stahlbetoninnenwände als Schachtwände eingefärbt und SB 4: ca.536 m2 - Betoneinlegearbeiten sowie Grundleitungsarbeiten unterhalb der Bodenplatte, Leitungsarbeiten innerhalb der Geschossdecke, Grundleitungsarbeiten im Außenbereich, Herstellen Retentionszisterne, Herstellen Versickerungsanlage und Herstellen einer Drainage Ausführungsfrist: Beginn: 12 WT nach Aufforderung. Fertigstellung: innerhalb von 14 Monaten