Studierendenwerk Rostock-Wismar: Gebäudeplanung mit Fachplanung einer Großküche und Brandschutzplanung für den Neubau der Mensa Süd in Rostock
Leistungen der Gebäudeplanung einschließlich der Fachplanung einer Großküche und Brandschutzplanung für den Neubau der Mensa Süd in Rostock
I. Nachgefragte Leistungen Die nachgesuchten Leistungen beinhalten Objekt- und Fachplanungsleistungen für das Bauvorhaben „Neubau der Mensa Süd in Rostock“ ohne Losaufteilung wie folgt: 1. Objektplanung Gebäude und Innenräume — Grundleistungen der Leistungsphasen 2-9 des Leistungsbildes Gebäude und Innenräume gemäß § 34 iVm der Anlage 10.1 zur HOAI 2021 — Besondere Leistungen: - Planung des Abrisses des Bestandsgebäudes - Mitwirken bei der Fördermittelbeschaffung und -abrechnung, - Besondere Leistungen, deren Inhalt und Umfang bisher nicht bekannt sind 2. Fachplanung Technische Ausrüstung — Grundleistungen der Leistungsphasen 2-9 des Leistungsbildes Technische Ausrüstung im Sinne der Anlage 15.1 und 15.2/Nr. 7.1 zu § 55 Abs. 3, § 56 Abs. 3 zur HOAI 2021 der Anlagengruppe 7 Alternative 1 nutzungsspezifische Anlagen nach § 53 Abs. 2 Nr. 7 HOAI: Küchentechnische Anlagen — Besondere Leistungen: - Besondere Leistungen, deren Inhalt und Umfang bisher nicht bekannt sind 3. Brandschutzplanung — Grundleistungen der Leistungsphasen 2-5 und 8 gemäß AHO-Heft 17 („Leistungen für den bauordnungsrechtlichen Brandschutz“), 4. Auflage (Stand: Dezember 2022) — Besondere Leistungen: - Besondere Leistungen, deren Inhalt und Umfang bisher nicht bekannt sind II. Projektbeschreibung Die Mensa Süd ist eine Landesliegenschaft, welche 1999 neu gebaut wurde und durch das Studierendenwerk Rostock-Wismar genutzt wird. Die Mensa hat die Aufgabe, Studierende zum sozialverträglichen Preis (und im Rahmen freier Kapazitäten auch Hochschulbedienstete zum angemessenen Preis) zu versorgen. Die Mensa Süd ist die größte Mensa in Rostock mit aktuell bis zu 2.200 Portionen am Tag. Mittel- bis langfristig wird wieder mit steigenden Studierendenzahlen und daher auch wieder mehr Portionen von bis zu 2.500 Portionen am Tag errechnet. Die Mensa Süd ist die einzige Versorgungseinrichtung für Studierende am Campus Südstadt der Universität Rostock. Sie versorgt zudem die Universitätsbibliothek im Nachbargebäude ganztägig. Sie soll auch während der Bauzeit über eine Interim-Mensa durchgängig betrieben werden. Aufgrund des Alters der Mensa und des aktuell problematischen Zustands wurde 2023 eine Machbarkeitsstudie (als Anlagen Anlage B 2-1. und Anlage B 2-2 anbei) erarbeitet. Diese zeigt neben den altersbedingten baulichen und technischen Mängeln auch erhebliche funktionale Mängel auf, so dass eine ursprünglich geplante schrittweise Sanierung nicht mehr zielführend ist. Die umfangreiche Machbarkeitsstudie belegt den Bedarf einer Vollsanierung bzw. eines Neubaus sowie die Notwendigkeit einer kurzfristigen Bereitstellung einer Interim-Lösung. Im Ergebnis bestätigt die Machbarkeitsstudie die Variante, welche die Aufstellung einer Container-Interim-Mensa auf dem Parkplatz gegenüber (B-Plan Pulverturm) mit anschließendem Neubau der Mensa am gleichen Standort vorsieht, als die wirtschaftlichste Variante. Die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus gegenüber einer Vollsanierung ist bei der durch die Projektsteuerung zu erstellenden Antragstellung an das Land in Zusammenarbeit mit der Planung nachzuweisen. Für die Interim-Mensa werden gleiche Produktions- und Ausgabekapazitäten wie für die Mensa unterstellt. Die notwendigen Flächen für die Interim-Mensa sollen durch das Land und die Kommune zur Verfügung gestellt werden. Dazu gibt es bereits erste Vorabstimmungen. Für die Errichtung der beiden Teilprojekte: - Interim-Mensa und - Mensa-Neubau wurde die Bauherrenschaft an das Studierendenwerk Rostock-Wismar übertragen. Seitens des Landes wird hierfür ein Budget von 23 Mio. Euro brutto über alle Kostengruppen bereitgestellt. Das Budget ist zwingend einzuhalten. Für die Interim-Mensa wird die Anmietung einer Container-Mensa für den Zeitraum von zwei, höchstens drei Jahren unterstellt. Im Rahmen der Planung und Ausschreibung soll geprüft werden, ob und ab wann der Kauf der Container-Mensa wirtschaftlicher ist. Im Falle eines Kaufs der Interim-Mensa soll diese nach Abschluss der Maßnahme verkauft oder nachgenutzt werden. Das Projekt teilt sich in zwei Teilprojekte: - Errichtung einer Interim-Mensa - Abriss und Neubau der Mensa Süd entsprechend der erfolgten Beschreibung sowie Anlagen. Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist allein die Beschaffung der oben unter I. beschriebenen Planungsleistungen für den Abriss und Neubau der Mensa Süd; die Leistungen für die Interim-Mensa wird mit gesondertem Vergabeverfahren beschafft. Die Maßnahme soll unmittelbar nach Zuschlagserteilung begonnen werden. Der Mensa-Neubau soll im August 2029, spätestens im August 2030 fertiggestellt werden.