TüBus GmbH - Vergabe Stell- und Ladeplatzmanagementsystem (SLM)
TüBus GmbH - Vergabe Stell- und Ladeplatzmanagementsystem (SLM)
Die TüBus GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Tübingen GmbH und verantwortlich für den städtischen Busverkehr in Tübingen auf insgesamt 39 Linien mit ca. 80 Bussen. Die Verkehrsleistung wird im Wesentlichen durch drei Verkehrsunternehmen durchgeführt. Das eigene Tochterunternehmen (Stadtwerke Verkehrsbetrieb GmbH [SWTVB]) erbringt ca. 50% der Fahrleistung und 2 weitere Verkehrsunternehmen jeweils 25%. Die Aufteilung der Fahrzeugflotte spiegelt diese Aufteilung wider, wobei der SWTVB einen höheren E-Bus-Anteil hat. 27 Elektrobusse verschiedener Größen und Hersteller sind bereits im Einsatz, wobei der Schwerpunkt auf der laufenden Beschaffung von Mercedes-eCitaro-Gelenkbussen liegt. Hier folgen weitere 11 im Jahr 2026 und 9 in 2027, so dass dann in Summe 47 Elektrobusse eingesetzt werden, was dann einen Elektrobus-Anteil von 59 % ergeben wird. Bei der Erarbeitung des Betriebskonzeptes hat sich Tübingen nach einer eingehenden Kosten-Nutzen-Betrachtung bei den neuen Gelenkbussen für Zwischenlader mit Dachstromabnehmer (Pantograph Up) entschieden. Neben der Ladeinfrastruktur in den insgesamt 4 Betriebshöfen und Abstellanlagen werden daher auch Lademöglichkeiten an mehreren Endstellen geschaffen. Ein Lademanagementsystem (LMS) der Firma VECTOR ist bereits vorhanden. Es steuert die Ladeinfrastruktur, die Lastverteilung und das Laden an den einzelnen Ladepunkten (bisher in 1 Betriebshof) und garantiert die Einhaltung des maximal erlaubten Strombezugs (keine thermische Überlastung, kein Überschreiten der vertraglichen max. Peak-Leistung bzw. Lastspitzenkappung). Das Optimieren der Ladeaufträge (Laden möglichst zu Zeiten mit geringem Strompreis, und wo möglich batterieschonendes "sanftes" Laden) sowie das optimale Überlappen oder Staffeln der Ladeaufträge kann das LMS aber erst, wenn es mit einem Stellplatz- und Lademanagement-System (SLM) verbunden ist und von diesem Vorsystem die notwendigen Informationen (Lade-Requests) erhält, denn erst dann erfährt es, - wann welche Ladeaufträge an welchem Ladepunkt anstehen werden, - welcher Bus sich, wann an welchem Ladepunkt anschließen wird, - wann und wie dieser Bus wieder eingesetzt wird und - mit welchem Ladezustand (SOC) er abdocken muss, um seinen folgenden Umlauf von der Reichweite her durchzuhalten. Im SLM wird also festgelegt, welches Fahrzeug auf welchen Umlauf von welchem Stellplatz ausfährt, und damit auch, auf welchem Stellplatz es bei der Ankunft abgestellt (und geladen) werden muss. Das SLM erhält tagesscharf die Soll-Fahrpläne und -Umläufe (in Tübingen aus der Planungs-software DIVA) und erstellt daraus die Einfahr-, Abstell- und Ausfahrpläne für die jeweiligen Betriebshof- bzw. Abstellstandorte. Bei per Echtzeitinformation eingehenden Situations-Änderungen wird die Einsatzplanung angepasst. Ein solches SLM ist Gegenstand dieser Ausschreibung. Die Detail-Anforderungen werden im sog. Angebotsraster (LV) spezifiziert.