Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb | Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie

Deadline:27 May 2026, 14:00

Tender information
Berlin
Type
Design contest
Procedure
Open procedure
Ref. number
Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie
Der Wettbewerb wird als offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb für interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaften nach §§ 78-80 Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) im zweiphasigen Verfahren gemäß § 3 Abs. 2 der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) für Freiraum und Ausstellungsgestaltung/Szenographie durchgeführt. Das gesamte Wettbewerbsverfahren ist bis zu seinem Abschluss anonym. Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren wird gemäß § 14 Abs. 4 Ziff. 8 und § 17 VgV ein Verhandlungsverfahren durchgeführt. Ein unabhängiges Preisgericht wählt unter allen Teilnehmenden der 1. Phase nach Bewertung der Arbeiten die Teilnehmenden für die 2. Phase aus. Für die 2. Phase des Wettbewerbs wird eine Teilnehmendenzahl von bis zu 20 angestrebt. In der 1. Phase des Wettbewerbs sind skizzenhafte Entwurfsideen und konzeptionelle Lösungsansätze von den Teilnehmenden gefordert. Der Schwerpunkt liegt auf der grundsätzlichen Idee und der konzeptionellen Herleitung. Der städtische Raum ist dabei von Beginn an in enger Verzahnung mit der Ausstellungsgestaltung, der Freiraumplanung und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes zu entwickeln und als zusammenhängendes Gesamtkonzept zu verstehen. Die weitere Konkretisierung und Vertiefung der Entwürfe im Hinblick auf die Realisierung erfolgt in der zweiten Wettbewerbsphase durch die ausgewählten Teams. In der zweiten Phase sind die ausgewählten Konzepte inhaltlich, gestalterisch und funktional weiter auszuarbeiten und hinsichtlich ihrer Qualität sowie ihrer Umsetzbarkeit zu überprüfen. Für die Ausstellungsgestaltung und die Freiraumplanung werden vertiefende Darstellungen erwartet, die Aussagen zu räumlicher Organisation, Maßstäblichkeit und gestalterischer Präzisierung ermöglichen. Das Ausstellungskonzept ist um ein didaktisches Konzept zu ergänzen und durch Überlegungen zum Einsatz analoger und digitaler Medien zu präzisieren. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. AKB-2026-08 geführt. Der Wettbewerb richtet sich an Landschaftsarchitekt:innen in Zusammenarbeit mit Architekt:innen und Ausstellungsgestalter:innen (Szenograf*innen, Ausstellungsagenturen und szenografischen Planungsbüros). Die Federführung liegt bei den Landschaftsarchitekt:innen. Die Kommunikation im Wettbewerb erfolgt ausschließlich über „wettbewerbe aktuell“. Bekanntmachung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen: 01.04.2026 | Rückfragenfrist 1. Phase: 14.04.2026, 12:00 Uhr | Abgabe Wettbewerbsarbeiten 1. Phase: 27.05.2026, 16:00 Uhr | Preisgerichtssitzung 1. Phase: 16./17.06.2026 | Ausgabe der Überarbeitungsempfehlungen 2. Phase: 24.06.2026 | Rückfragenfrist 2. Phase: 07.07.2026, 12:00 Uhr | Rückfragenkolloquium 2. Phase: 16.07.2026 | Ausgabe des Rückfragenprotokolls 2. Phase: 22.07.2026 | Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 2. Phase: 11.08.2026, 16:00 Uhr | Preisgerichtssitzung 2. Phase: 09.09.2026 | Ausstellungseröffnung 13.10.2026

Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb | Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie – ehemaliger westalliierter Kontrollpunkt an der Friedrichstraße/Zimmerstraße - zählt zu den international bekanntesten historischen Orten Berlins und ist zugleich mit etwa 4 Millionen Besuchenden jährlich ein hoch frequentierter urbaner Raum. Der Erinnerungsort umfasst die ehemalige DDR-Grenzübergangsstelle Friedrichstraße/Zimmerstraße sowie den ehemaligen alliierten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie ergänzt durch den dazugehörigen Grenzstreifen entlang der Zimmerstraße und die erhaltenden Brandwänden mit Spuren des Grenzregimes der DDR. Zusammen bilden diese Elemente einen Denkmalbereich von geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung und sind Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage Berliner Mauer. In seiner heutigen Erscheinung und Nutzung bleibt der Ort hinter seiner historischen Bedeutung zurück. Weder die räumliche Gestaltung noch die inhaltliche Vermittlung werden dem historischen Gewicht und der hohen Besucherzahl bislang gerecht. Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, den Stadtraum als zusammenhängenden Bildungs- und Erinnerungsort dauerhaft zu gestalten und zu sichern. Ziel ist die Entwicklung eines gestalterisch, räumlich und inhaltlich überzeugenden Gesamtkonzepts. Im Zentrum der Aufgabenstellung steht die Ausarbeitung eines inhaltlich tragfähigen Gestaltungskonzepts für den Bildungs- und Erinnerungsort. Maßgeblich ist dabei die Entwicklung einer Ausstellungskonzeption als inhaltlicher Kern. Darauf aufbauend ist eine erinnerungskulturelle und stadträumliche Gestaltung zu entwickeln, die die historische Bedeutung und den Kontext der deutschen Teilung nachvollziehbar macht und und eine internationale Verständlichkeit gewährleistet. Das Land Berlin lobt dafür einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW aus an dem interdisziplinäre Bewerbergemeinschaften aus Landschaftsarchitekt*innen, Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen teilnehmen können. Der Wettbewerb bietet die Chance, den Standort als hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft neu zu positionieren - als ein Ort für Alle, der sowohl der Vermittlung von historischem Wissen dient, als auch Raum für die Diskussion zu aktuellen Fragestellungen von Freiheit, Demokratie und dem Ost-West-Konflikt bietet. Gegenstand des Wettbewerbs ist die gestalterische und konzeptionelle Ausformulierung eines öffentlichen Stadtraums, der den historischen Ort als Bildungs- und Erinnerungsort lesbar macht und zugleich als zeitgemäßer Freiraum funktioniert. Der Wettbewerb zielt auf ein integriertes Zusammenspiel von Ausstellungsflächen und -elementen und einem Informationspavillon sowie Stadt- und Freiraumgestaltung ab. Der Bildungs- und Erinnerungsort wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert, d.h. sie ist für die inhaltliche Konzeption und Content-Erstellung verantwortlich. Die Ausstellungsflächen sollen der Präsentation historischer Inhalte dienen und zugleich als dialogische Räume konzipiert werden, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ermöglichen. Im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens wurde unter anderem ein städtebauliches Dialogverfahren und ein kulturfachliches Dialogverfahren zum Bildungs- und Erinnerungsort durchgeführt sowie ein verkehrliches Innenstadtkonzept erarbeitet. In diesen Prozessen wurden Leitlinien für die gestalterische Weiterentwicklung des Ortes definiert. Auf dieser Grundlage soll der Checkpoint Charlie in einen erlebbaren erinnerungskulturellen Stadtraum transformiert werden, der die historische Bedeutung und die räumliche Dimension der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle und des alliierten Kontrollpunkts nachvollziehbar und erfahrbar macht. Der Bildungs- und Erinnerungsort soll sich über die östlich und westlich der Friedrichstraße gelegenen Platzflächen erstrecken und diese zu einem zusammenhängenden räumlichen Ensemble verbinden. Neben der Geschichtsvermittlung sollen die Flächen als öffentliche Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Berliner Stadtgesellschaft sowie für nationale und internationale Besuchende nutzbar sein. Der Beginn der baulichen Realisierung ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Für Ausstellung, Ausstattung einschließlich Informationspavillon stehen rund 2.220.000 Euro (anrechenbare Kosten) zur Verfügung. Für die Freianlagen sowie die Verkehrs- und Platzflächen rund 2.430.000 Euro (anrechenbare Kosten).

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Land Berlin vertreten durch Senatsverwaltung für Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt | Abteilung V – Tiefbau
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