Entwicklungsleistungen für den Vollzug des nationalen und Europäischen Emissionshandels (SDK)

Deadline:17 Sept 2026, 09:00

Tender information
Germany
Dessau-Roßlau, Kreisfreie Stadt
Type
Contract
Procedure
Open procedure
Ref. number
Projekt 206008,Az 10 233/77
Contract type
Framework agreement
Duration
01/12/2026 - 30/11/2030
Hintergrund und Problemstellung: Die DEHSt betreibt seit ca. 20 Jahren Ende-zu-Ende digitalisierte Fachverfahren. Zentrale Komponenten der eingesetzten IT-Landschaft der DEHSt befinden sich in einer Phase der Erneuerung. Die Anzahl der von der DEHSt zu entwickelnden Softwareartefakte wächst kontinuierlich an – Zeitpläne werden dadurch stetig enger und die Parallelisierung und Komplexität nimmt zu. Mehrere Altsysteme müssen zudem vollständig abgelöst werden. Um Abhilfe zu schaffen, hat die DEHSt ein Software-Development-Kit (SDK) entwickelt, das aus Software und einer umfangreichen Dokumentation etwa für die Inbetriebnahme einer Test- und Integrationsumgebung besteht. Ziel des SDK ist dabei einerseits eine technologische Erneuerung durchzuführen, andererseits die Entwicklungsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen bei gleichzeitiger Wahrung von Standards. Das SDK stellt dabei Dokumentation, Software-Bibliotheken, mehrere eigenständige Dienste für die zentralisierte Steuerung (Workflowsteuerung) der Fachanwendungen sowie eine Basis- und eine Beispielanwendung bereit, die sich in die bestehende Software- und Prozesslandschaft der DEHSt integriert (also etwa bestehende Zentrale Dienste anspricht, die sog. „DEHSt-Plattform“). Das SDK und die DEHSt-Plattform setzen auf eine Trennung von Frontend (AngularJS, NgRx, Material), Backend (Spring-Boot), verteilten Webservices und einer Build-Strecke in GitLab sowie einem skalierbaren Betrieb auf Containern-Basis (Docker Images auf RedHat OKD). . Ziel und Gegenstand des Projektes: Mit dieser Beschaffungsmaßnahme wird eine Rahmenvereinbarung ausgeschrieben, die eine Laufzeit von 4 Jahren umfasst. Die Rahmenvereinbarung kann zweimal um je ein Jahr verlängert werden. Das Projekt soll die Entwicklung und Pflege des gesamten Software Development Kits (SDK) sowie die Entwicklung von darauf aufbauenden Fachanwendungen umfassen. Dabei unterscheiden wir zwischen drei verwandten aber parallelen Aufgabenbereichen: 1) Los 1: SDK-Wartung und -Management 2) Los 2: Neuentwicklung von Fachanwendungen 3) Los 3: Migration und Ablösung von Altsystemen Für das SDK-Team gilt das Ziel, den Nutzen für die Sachbearbeitung zu Erhöhen aber genauso, die Entwicklungsdauer der Entwicklerteams positiv zu beeinflussen. Für die Entwicklerteams muss es ein Ziel sein, basierend auf einer ausgearbeiteten Spezifikation, eine qualitativ hochwertige Anwendung in möglichst geringer Zeit zu entwickeln.

Entwicklung und Wartung des DEHSt-Software-Development Kits zur Erstellung von Fachanwendungen für Vollzugsverfahren der DEHSt (Los 1)

Los 1: SDK-Wartung und -Management . Nach dem aktuellen Planungsstand beabsichtigt der Auftraggeber in den ersten vier Jah-ren Aufgaben mit bis zu 2.560 Personentage (PT) zu beauftragen. Vorbehaltlich von möglichen Änderungen der Gesetzeslage rund um den europäischen und den nationalen Emis-sionshandel erwartet der Auftraggeber, dass mindestens 50% der hier genannten Obergrenze für Personentage beauftragt werden wird. Sollte der Vertrag um jeweils ein Jahr verlängert werden, erwartet der Auftraggeber Aufga-ben in der Höhe von 640 PT je Verlängerung (bis zu 25% des ursprünglichen Umfangs). Zum Zwecke einer ungefähren Kapazitätsplanung sehen wir in etwa einen Bedarf von 960 PT im ersten Jahr und durchschnittlich 500 PT je Folgejahr. Es wird davon ausgegangen, dass die Arbeitslast relativ gleichmäßig über die Monate verteilt werden kann, sodass eine konstante Auslastung eines Entwicklungsteams erreicht werden kann.

Entwicklung und Wartung von Fachanwendungen für Vollzugsverfahren der DEHSt auf Basis des DEHSt-Software-Development Kits mit dem Schwerpunkt auf Neuentwicklungen (Los 2)

Los 2: Neuentwicklung von Fachanwendungen . Nach dem aktuellen Planungsstand beabsichtigt der Auftraggeber in den ersten vier Jahren Aufgaben mit bis zu 3.056 Personentage (PT) zu beauftragen. Vorbehaltlich von möglichen Änderungen der Gesetzeslage rund um den europäischen und den nationalen Emissionshandel erwartet der Auftraggeber, dass mindestens 50% der hier genannten Obergrenze für Personentage beauftragt werden wird. Sollte der Vertrag um jeweils ein Jahr verlängert werden, erwartet der Auftraggeber Aufgaben in der Höhe von 764 PT je Verlängerung (bis zu 25% des ursprünglichen Umfangs). Zum Zwecke einer ungefähren Kapazitätsplanung sehen wir in der Regel einen Bedarf von 500 PT pro Jahr, aber jeweils in 2028 und 2029 einen erhöhten Bedarf von etwa 1.000 PT. Die Auslastung über den Jahresverlauf kann sehr unterschiedlich ausfallen. Die Bereitstellung der Fachanwendungen muss in den allermeisten Fällen zu fixen gesetzlichen Fristen erfolgen. Dies hat zur Folge, dass mehrere Entwicklungsprojekte parallel bearbeitet werden müssen. Damit geht ein erhöhter Personalbedarf einher, der vom Auftragnehmer ab-gedeckt werden muss (z.B. zwei bis vier Entwicklungsressourcen arbeiten an einer Fach-anwendung, zeitgleich müssen bis zu vier Fachanwendungsprojekte bearbeitet werden). Die gesetzliche Fristsetzung kann vom Auftraggeber in der Regel leider nicht beeinflusst werden.

Entwicklung und Wartung von Fachanwendungen für Vollzugsverfahren der DEHSt auf Basis des DEHSt-Software-Development Kits mit dem Schwerpunkt auf Migration von existierenden Fachanwendungen (Los 3)

Los 3: Migration und Ablösung von Altsystemen . Nach dem aktuellen Planungsstand beabsichtigt der Auftraggeber in den ersten vier Jahren Aufgaben mit bis zu 4.472 (Personentage) PT zu beauftragen. Vorbehaltlich von möglichen Änderungen der Gesetzeslage rund um den europäischen und den nationalen Emissionshandel erwartet der Auftraggeber, dass mindestens 50% der hier genannten Obergrenze für Personentage beauftragt werden wird. Sollte der Vertrag um jeweils ein Jahr verlängert werden, erwartet der Auftraggeber Aufgaben in der Höhe von 1.118 PT je Verlängerung (bis zu 25% des ursprünglichen Umfangs). Zum Zwecke einer ungefähren Kapazitätsplanung sehen wir in der Regel einen Bedarf von 650 PT pro Jahr, aber insb. ab Mitte 2028 bis zum Wechsel der Handelsperiode in 2030 einen erhöhten Bedarf von etwa 1.450 PT jährlich. Die Auslastung über den Jahresverlauf kann sehr unterschiedlich ausfallen. Die Bereitstellung der Fachanwendungen muss in den allermeisten Fällen zu fixen gesetzlichen Fristen erfolgen. Dies hat zur Folge, dass mehrere Entwicklungsprojekte parallel bearbeitet werden müssen. Damit geht ein erhöhter Personalbedarf einher, der vom Auftragnehmer abgedeckt werden muss (z.B. zwei bis vier Entwicklungsressourcen arbeiten an einer Fachanwendung, zeitgleich müssen bis zu vier Fachanwendungsprojekte bearbeitet werden). Die gesetzliche Fristsetzung kann vom Auftraggeber in der Regel leider nicht beeinflusst werden.

Buyer
Umweltbundesamt
buyer-email@mail.com
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