Markterkundung für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von schienengebundenen Oberbau- u. Oberleitungsmessfahrzeugen
Markterkundung für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von schienengebundenen Oberbau- u. Oberleitungsmessfahrzeugen
Der Geschäftsbereich Streckenmanagement u. Anlagenentwicklung (SAE) der ÖBB Infrastruktur AG ist mit zwei Oberbaumessfahrzeugen für die regelmäßige Zustandserfassung der Gleisgeometrie, Schienenprofile sowie weiterer oberbaurelevanter Parameter für das gesamte Streckennetz der ÖBB und einem Oberleitungsmesswagen für die regelmäßige Zustandserfassung der Oberleitung am gesamten elektrifizierten Streckennetz der ÖBB verantwortlich. Die erhobenen Messdaten (u. a. Kraftwechselwirkung Stromabnehmer – Oberleitung Kontaktkraftmessung, berührungslose Ruhelagemessung – Oberleitungsgeometrie, Gleisgeometrieparameter, Schienenprofile, Schienenabnützung sowie bildgebende Informationen) stellen eine wesentliche Grundlage für die Instandhaltung im Kern- und Ergänzungsnetz der ÖBB dar. Die derzeit eingesetzten Messfahrzeuge sollen ab dem Jahr 2030 altersbedingt schrittweise durch neue Fahrzeuge ersetzt werden mit dem Ziel die hohen Anforderungen an die Zustandsermittlung weiterhin gewährleisten und fortlaufend optimieren zu können. Gegenstand und Umfang der Markterkundung umfasst die Entwicklung, Herstellung u. Lieferung von 3 funktionsfähigen, betriebsbereiten u. zugelassenen Messfahrzeugen für den wirtschaftlichen Einsatz im Betrieb des Auftraggebers und den sicheren Betrieb im Sinne des EisbG (AT) u. der TSI. Die Markterkundung beinhaltet 5 Fahrzeugvarianten inkl. Messtechnik bzw. Integration bestehender Systeme, bevorzugte Variante 1a (Variante 1 a+b als zweiteiliger, lokbespannter Zugverband, bestehend aus einem Steuerwagen und einem Messwagen mit (a) Vmax 230km/h im messtechnischen Betrieb bis 250kmh =+10% bzw. (b) Vmax 200km/h im messtechnischen Betrieb bis 220kmh =+10%, sowie Variante 2a+b als mehrteiliger Triebzug (Triebkopf-Messwagen-Triebkopf) mit (a) Vmax 230km/h im messtechnischen Betrieb bis 250kmh =+10% bzw. (b) Vmax 200km/h im messtechnischen Betrieb bis 220kmh =+10%. Variante 1a und 2a sind für den Oberleitungsmesszug hinsichtlich der benötigten Vmax=250km/h im messtechnischen Betrieb zwingend erforderlich Variante 3 Ausführung als mehrteiliger Elektro-Triebzug mit Vmax 250km/h. Alternativvarianten mit Abdeckung der genannten Anforderungen sind zulässig. Zur Sicherstellung der künftig geforderten Qualitätsstandards sollen zwei neue Oberbaumessfahrzeuge und ein Oberleitungsmessfahrzeug inkl. Beobachtungskanzel beschafft werden und teilweise mit bestehender bzw. neuer Messsensorik ausgestattet werden. Oberbaumesstechnik wie z. Bsp. Gleisgeometriemesssystem auf Basis Inertialmessung und ein Schienenprofilmesssystem inkl. Weichenmessung, Oberleitungsmesstechnik wie z.B. Fahrdrahtkontaktkraftmesssystem u. Fahrdrahtruhelagemesssystem. Raumaufteilung: Für einen reibungslosen Betrieb der Messfahrzeuge sind die arbeitsmedizinischen Anforderungen gemäß Arbeitnehmerschutzgesetz (ASchG) einzuhalten. Darüber hinaus sind die nachstehenden erforderlichen Bereiche und Räumlichkeiten zu berücksichtigen: *Führerstand mit Sitzplätzen für 2 Personen (Triebfahrzeugführer und Beimann/Lotse). *Besprechungsraum, Arbeitsraum für 4 Arbeitsplätze mit ausreichend Bildschirmen. *Serverraum mit mind. 8-10 Computerschränken und eigener Klimatisierung-Vorder- u. Rückseite frei zugänglich *Sozialbereich inkl. abgetrennter Küche, Bad und WC *Beförderung von mind.16 Mitarbeitern *Zugbeeinflussung: ETCS, PZB, LZB *Zugfunk GSM-R und FRMCS * Fahrzeugprofil nach EN 15273-2: seitlich und oben: G1, unten: GI2 * Streckenklasse nach EN15528: C2