VKE C231; A44, AS Sontra-West (o) - TB Riedmühle (o) - Planung Photovoltaikanlagen
VKE C231; A44, AS Sontra-West (o) - TB Riedmühle (o) - Planung Photovoltaikanlagen
Die DEGES plant und baut im Auftrag der Autobahn GmbH die A44 im Bereich der AS Waldkappel bis zum Wommener Dreieck. Im Zuge dieses Neubaus soll in der VKE C231 zwischen den Anschlussstellen Sontra-West und Sontra-Mitte der Tunnel Holstein errichtet werden. Der Tunnel Holstein erhält je Fahrtrichtung eine Röhre. Mit einer Länge von jeweils ca. 1.650 m erhält der Tunnel eine Vollausstattung gem. RE-ING 3-3 sowie eine erweiterte Verkehrstechnische Ausstattung gem. RVABS. Durch den allgemein hohen Umfang von Betriebs- und Verkehrstechnischer Ausstattung in Tunnel-bauwerken ergibt sich in diesem Streckenabschnitt somit ein Bauwerk mit hohem Energieverbrauch und entsprechenden Anforderungen an die Infrastruktur des örtlichen Energieversorgers. Zusätzlich folgen aus dem Energieverbrauch maßgebliche Anteile von Betriebskosten und CO2 Bilanz des Tunnelbauwerks. Um dem grundsätzlichen Ziel der Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen Rechnung zu tragen und die Betriebskosten zu senken, ist es nicht ausreichend im Rahmen der regulären Planung der technischen Ausstattung den Energiebedarf des Bauwerks zu reduzieren, sondern darüber hin-aus die Möglichkeiten lokaler Energieerzeugung auf ihre wirtschaftliche und technische Umsetzbarkeit hin zu überprüfen. Im vorliegenden Fall ist die Möglichkeit einer lokalen Energieerzeugung von außerordentlichem Interesse, da Grünflächen von mehr als 7.000 m² potenziell zur Verfügung stehen. Diese Flächen können zur Energieerzeugung durch eine Photovoltaik-Anlagen (im Folgenden PV-Anlage genannt) ge-nutzt werden, welche sich positiv auf die Betriebskosten und CO2 Bilanz auswirken. Zur Vorbereitung der Abstimmung über Art und Umfang der PV-Anlage ist es notwendig die verschiedenen Möglichkeiten im Rahmen der Planung umfassend zu beleuchten und wirtschaftlich zu untersuchen. Die technische Versorgung der Betriebs- und Verkehrstechnischen Ausstattung des Tunnels Holstein werden in den Betriebsgebäuden Nord und Süd untergebracht. Es sind Grundvarianten für jeweils eine PV-Anlage je Betriebsgebäude zu untersuchen. Hierfür wurden bereits Flächen untersucht, die für eine PV-Anlage zur Verfügung stehen würden. An der Anschlussstelle Sontra-Mitte befinden sich noch weitere technische Einrichtungen. Das Dach des geplanten Winterdienststützpunkt ist auf grundsätzliche Machbarkeit hin zu untersuchen. Die weiteren Planungen sind von dem Ergebnis abhängig. Der Umfang dieses Ingenieurvertrages besteht aus den Planungen und die Ausschreibungen von insgesamt 2 betriebsfertigen PV-Anlagen inkl. Energiespeicherung mit dazugehörigen Kabeltiefbau, Betriebswege, Blitzschutz und Zaunanlagen. Eine weitere PV-Anlage soll auf Ihre Machbarkeit hin untersucht werden. Weitere Planungen hierzu sind abhängig vom Ergebnis der Voruntersuchungen.