VKE 132.1, A10, Erweiterung der Tank. und Rastanlagen Seeberg Ost und West - BGU, chem. Analyse, Doku. - Sanierungsfläche
VKE 132.1, A10, Erweiterung der Tank. und Rastanlagen Seeberg Ost und West - BGU, chem. Analyse, Doku. - Sanierungsfläche
Allgemeines Die Bundesrepublik Deutschland - Bundesfernstraßenverwaltung - vertreten durch die Autobahn GmbH des Bundes, endvertreten durch die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, beabsichtigt die Sanierung sowie Erweiterung der Tank- und Rastanlagen Seeberg Ost und Seeberg West an der A10. In den letzten Jahren nahmen die Belastungen der Autobahnen im Bundesgebiet durch Fahrzeuge des Schwerverkehrs stetig zu, sodass die Nachfrage nach Lkw-Parkflächen für den ruhenden Verkehr erheblich gestiegen ist. Nachfragespitzen treten - bedingt durch die Pflicht zur Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten gemäß EU-Richtlinien - häufig in den Abend- und Nachtstunden auf und führen zu Überlastungen, die die pünktliche Ausführung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ge-fährden oder zu verkehrsgefährdendem Falschparken führen. Gemäß der bundesweiten BASt-Erhebung 2008 ist auf der A10, Abschnitt 1, zwischen dem AD Barnim und dem AD Spreeau ein Defizit an Lkw-Stellflächen zu verzeichnen. Die Prognose für 2025 weist für diesen Bereich weiterhin einen Fehlbestand von ca. 15 Lkw-Stellflächen aus. Die Tank- und Rastanlage Seeberg West befindet sich auf der A10 im Abschnitt AD Barnim - AD Spreeau, zwischen der AS Berlin-Marzahn und der AS Berlin-Hellersdorf bei Betriebs-km 12,300. Dieser Abschnitt der A10 ist sechsstreifig ausgebaut. Beschreibung der Planungsaufgabe Gegenstand des Vertrages ist die Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung mit Vorbereitung und Durchführung aller Aufschlussarbeiten, geotechnischen und umwelttechnischen Laboruntersuchungen sowie die Ausarbeitung der dazugehörigen geotechnischen und Altlastenberichte (Leistungen gem. HOAI 2021, Anlage 1, Punkt 1.3 (Stand 2023)) für die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an den Tank- und Rastanlagen Seeberg Ost und Seeberg West. Auf der Grundlage vorhandener Unterlagen ist zunächst ein Aufschlussprogramm für die Baugrunderkundung zu erarbeiten und die Vergabeunterlagen für die Aufschlussarbeiten nach VOB vorzubereiten. Die nachfolgend beschriebenen drei Arbeitsschritte bilden die vertragliche Grundlage für die Leistungserbringung. Jeder Arbeitsschritt ist mit einer eigenständigen Ausführungsfrist versehen. Arbeitsschritt 1 - Grundlagenermittlung und Erkundungskonzept • Auswertung vorhandener Unterlagen (Altgutachten, Karten, Luftbilder, Altlastenkataster) • Abstimmung mit Auftraggeber (AG) und Planer zum Untersuchungsumfang • Festlegung von Aufschlusspunkten, Aufschlussverfahren, Probenahmestrategie • Erstellung, Abstimmung und Freigabe des Erkundungskonzepts inkl. Lageplan der Aufschlusspunkte Arbeitsschritt 2 - Vorbereitung und Durchführung der Feldarbeiten • Einholung von Genehmigungen und Leitungsauskünften • Erstellung vom Bauzeitenplan • Ausführung und Überwachung der Kernbohrungen, Kleinrammbohrungen und Rammsondierungen • Geotechnische Ansprachen vor Ort • Dokumentation aller Aufschlüsse Arbeitsschritt 3 - Laboruntersuchungen sowie Erstellung der geotechnischen Berichte • Veranlassung und Überwachung der geotechnischen Laboruntersuchungen und chemischen Analysen (Kornverteilung, Konsistenz, Scherfestigkeit etc.) • Plausibilitätsprüfung der Analyseergebnisse • Erstellung, Abstimmung und Finalisierung der Geotechnischen Berichte Für weitere Details siehe Leistungsbeschreibung, Anlage C02.