Chlorelektrolyseanlagen für Schwimmbäder
Chlorelektrolyseanlagen für Schwimmbäder
Die Sport- und Bäderbetriebe der Stadt Essen haben die grundsätzliche Entscheidung getroffen, zukünftig in allen Bädern von der Dosierung mit Chlorgranulat Abstand zu nehmen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit und dem Schutz der Badegäste ist der Einsatz von Chlorgas in Flaschen grundsätzlich eine Absage erteilt worden. Da das Personal zwischen den verschiedenen Bädern der Sport- und Bäderbetriebe wechselt, wird ein einheitliches System der Desinfektion des Badewassers angestrebt. In dieser Ausschreibung sind alle Bäder der Sport- und Bäderbetriebe erfasst, die sich nicht schon in einer Sanierungsmaßnahme befinden. Es sind in den Bädern dieser Ausschreibung keine Eingriffe in die Bausubstanz geplant. Vor diesem Hintergrund ist eine Aufsalzung des Badewassers und in der Folge der Schwimmbadatmosphäre nicht ratsam, da die Baukörper der vorhandenen Bäder darauf nicht ausgelegt sind. Das Verfahren der Rohrzellenelektrolyse führt zu einer Aufsalzung im Badewasser und in der Folge wird auch die Schwimmbadatmosphäre leicht salzig. Daher würde der Einsatz einer Rohrzellenelektrolyse mittelfristig zur Schädigung der Bausubstanz führen und soll daher nicht zum Einsatz kommen. Ein Verfahren zur Gewinnung von Natriumhypochlorid als Desinfektionsmittel stellt die Membranzellen-Chlorelektrolyse dar, Bei diesem Verfahren wird die Anreicherung von Salz im Badewasser durch die Membrantechnik vermieden. Aber auch bei diesem Verfahren müssen Sicherheitsaspekte beachtet werden. Aus Gründen der Betriebssicherheit ist keine Rückführung von Flüssigkeiten aus dem Elektrolysekreislauf zurück in den Salzlösebehälter zulässig. Dies würde zu einer verdünnten Chlorlösung im Salzlösebehälter führen. Zum Schutz der Mitarbeiter, die das Salz in den Salzlösebehälter nachfüllen, ist dieses zusätzliche Risiko zu vermeiden. Die Anlage stellt aus gesättigter Sole, hergestellt aus Tablettensalz nach DIN EN 16370 Qualität 1, Wasser und Gleichstrom eine Natriumhypochlorid-Lösung mit ca. 25 g/l Chlor her. Ein Verwurf oder Zwischenlagerung von Natronlauge aus dem Prozess ist auszuschließen. Was passiert mit der Natronlauge im Produktionsprozess vom angeboten Fabrikat? ... Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des angebotenen Produktes müssen für die angebotenen Elektrolyseanlagen, Referenzen von mindestens 3 Objekten vergleichbarer Größe und die gleichzeitig mindestens 3 Betriebsjahren aufweisen, erbracht werden. Dem Angebot sind aussagekräftige Datenblätter von den angebotenen Chlorelektrolyseanlagen beizufügen. Aus den Datenblättern muss die Gleichwertigkeit zu den Vorgaben aus der Ausschreibung abgelesen werden können. Angebote ohne diese Nachweise werden nicht akzeptiert. WICHTIG: Kurztext aus der GAEB-Datei für die Kostenberechnung beachten. Beginn der Arbeiten: Sofort nach Auftragserteilung im Oktober Umstellung auf Membranzellen-Chlorelektrolyse von 2 Hallenbädern in 2026. Umstellung der übrigen Bäder bis Ende der Sommerferien 2027 (31.08.2027). Alle Einzelheiten sind dem Leistungstext zu entnehmen.