HGU_5903_Objektplanung Gebäude
HGU_5903_Objektplanung Gebäude
Der Gebäudekomplex 5903 besteht aus zwei baulich zusammenhängen den Gebäuden. Der westliche Gebäudeteil (5903‐A, Baujahr ca. 1917) wurde bis vor kurzem als Bürogebäude für das Institut Betriebswirtschaft und Marktforschung (Bm) genutzt. Der ältere östliche Gebäudeteil (5903‐B) wurde 1875 als Kelterhalle mit Weinkeller konzipiert. Mit dem Umbau zum "Institut für Bio‐ und Weinchemie" wurde die Kelterhalle zum Hörsaal und der Weinkeller zum sogenannten Anstaltskeller (heute Weinprobierkeller) umgenutzt. Das Gebäude 5903 ist Teil eines historischen Gebäudeensembles und durch die Denkmalbehörde als erhaltenswertes Zeugnis der Hochschulentwicklung beurteilt worden. Gemäß Masterplanung soll das Gebäude erhalten und saniert werden. Aufgrund baulicher Mängel ist das Gebäude aktuell weitgehend außer Betrieb genommen. Besonders der Gebäudeteil 5903‐B ist allgemein in einem schlechten baulichen Zustand. Sanierungsbedarf besteht hier insbesondere an Dachkonstruktion und -deckung, Dachentwässerung, Bauteiloberflächen und Feuchteschäden. Im Gebäudeteil 5903‐A sind außen insbesondere die Fassade, Dacheindeckung, Entwässerung, Blitzschutz und der Fenster betroffen. Dringender Handlungsbedarf besteht beim vorbeugenden Brandschutz (fehlende Brandschutztüren zum Treppenhaus, fehlender 2. RW aus dem Obergeschoss, Fluchtwegkennzeichnung, Notleuchten, etc.). Vorgesehen sind auch die Modernisierung aller Oberflächen und die Anpassung der Infrastruktur. Für den Gebäudekomplex wird eine tragfähige und langfristige Nutzung für die Hochschule gewünscht, die der besonderen, zentralen Lage, den möglichen Anbindungen an die äußere Erschließung und den baulich‐architektonischen Besonderheiten gerecht wird. Für den Gebäudeteil 5903‐A wird wegen der vorhandenen Bau‐ und Grundrissstruktur auch künftig eine Nutzung als Büro‐/Verwaltungsgebäude vorgesehen. Für 5903‐B hingegen wird in Verbindung mit dem Probierkeller, eine Nutzung für Aufenthalts‐ und studentische Gemeinschaftsräume und in kleinerem Umfang Büroflächen, der Bedeutung und Struktur des Gebäudes am ehesten gerecht. Für die Sanierung sind Baukosten iHv. 1,86 Mio. EUR netto veranschlagt (KG 300: 1,47 Mio. EUR, KG 400: 0,39 Mio. EUR). Aufgrund der bisherigen Voruntersuchungen gibt es seitens der HGU bereits konkrete Vorstellungen für die Nutzung des Gebäudekomplexes. Um die Baumaßnahme zügig angehen zu können muss bis März 2027 eine ES-Bau aufgestellt werden um die erforderlichen Mittel zu beantragen.