Bestandsvermessung der Brudermühlbrücke über die Isar
Bestandsvermessung der Brudermühlbrücke über die Isar
Die Brudermühlbrücke ist eine siebenstreifige Straßenbrücke über die Isar im Zuge des Mittleren Rings (B2R) und verbindet die Stadtteile Sendling und Untergiesing-Harlaching. Das Gesamtbauwerk besteht aus zwei Straßenbrücken (Baujahre 1969 und 1988) sowie einer Fußgängerunterführung. Auf Grundlage der Bauwerksprüfungen und Gutachten besteht ein umfassender Instandsetzungsbedarf. Wesentliche Maßnahmen sind u. a.: - Erneuerung der Fahrbahnübergangskonstruktionen, - Erneuerung der Bauwerksabdichtungen sowie der Kappen und Gesimsbalken - Erneuerung des Brückengeländers - Optimierung der Entwässerung (Rinnensysteme) - Neubau von Widerlagertreppen Außerdem wird derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft, ob die im Bauwerk befindlichen Sparten in einen Spartendüker unterhalb der Isar verlegt werden können. Die Gesamtmaßnahme ist verkehrlich hochsensibel. Sperrungen sind nur zeitlich begrenzt möglich. Das Projekt ist eng mit Maßnahmen an den benachbarten Isarbrücken (Wittelsbacher Brücke, Thalkirchner Brücke) abzustimmen. Weitere besondere Anforderungen: - Lage im Landschaftsschutzgebiet „Isarauen“ und Natura-2000-Gebiet „Oberes Isartal“ - Spartenbetroffenheiten (Fernwärme, Gas, Strom, Wasser, Telekommunikation) Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Bestandsvermessung der Brudermühlbrücke im Zuge der Generalinstandsetzung. Der Auftragnehmer übernimmt die vollständige Vermessung aller Teilbauwerke der Brudermühlbrücke über die Isar einschließlich des Bauwerksumfelds in einem Umkreis von ca. 100 m ab Bauwerkskante. Die Leistungen umfassen die Grundlagenermittlung mit Abstimmung des Leistungsumfangs, Einarbeitung in die vorhandenen Projektunterlagen sowie eine Ortsbesichtigung. Die Bestandsvermessung ist auf Grundlage eines einzumessenden geodätischen Festpunktfeldes durchzuführen. Die profilgerechte Aufnahme im Vermessungsumgriff erfolgt mittels tachymetrisch unterstütztem, georeferenziertem 3D-Laserscanning. Die erhobenen Vermessungsdaten sind auszuwerten. Als Ergebnisse sind Bestandspläne im Grundriss und in Querschnitten sowie ein digitales Geländemodell (DGM) des Vermessungsumgriffs und ein 3D-Gesamtmodell zu erstellen und zu übergeben. Das Honorar für die Leistungen der Bestandsvermessung ist zu ermitteln und in der Honorartabelle gesondert auszuweisen.